Konzern-Anhang
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr und wird in Übereinstimmung mit dem IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) erstellt. Die Zahlungsströme werden nach den Bereichen gewöhnliche Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Darstellung des Mittelflusses aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode.
Zinseinzahlungen und Zinsauszahlungen, Dividendeneinzahlungen sowie Steuerzahlungen werden im Bereich der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen.
Der Finanzmittelbestand umfasst den in der Bilanz ausgewiesenen Bestand an Zahlungsmitteln (Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie Wertpapieranlagen) mit einer Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten.
MITTELFLUSS AUS GEWÖHNLICHER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Der Mittelfluss aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem das Periodenergebnis vor Steuern um nicht zahlungswirksame Größen (insbesondere Zuführungen und Auflösungen von sonstigen Rückstellungen) bereinigt und um die sonstigen Veränderungen des kurzfristigen Vermögens, der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) und der Rückstellungen ergänzt wird. Nach Berücksichtigung der Zins- und Steuerzahlungen ergibt sich ein Mittelzufluss aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit.
Der Mittelfluss aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Dies ergibt sich einerseits aus einem um 459 Mio. € deutlich gestiegenen Ergebnis vor Steuern und einem im Vergleich zum Vorjahr verminderten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der derivativen Finanzinstrumente und andererseits aus einer verminderten Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie einer höheren Inanspruchnahme der sonstigen Rückstellungen.
Der Rückgang der zahlungsunwirksamen Erträge im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus gesunkenen Erträgen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen; die zahlungsunwirksamen Aufwendungen verminderten sich durch deutlich gesunkene Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen.
Im Berichtsjahr führten periodenfremde Steuererstattungen zu einem Anstieg der erstatteten Ertragsteuern.
MITTELFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Der Mittelfluss aus Investitionstätigkeit ergibt sich aus dem Mittelzufluss aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie aus Investitionszuwendungen und dem Mittelabfluss für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie in langfristige finanzielle Vermögenswerte.
Einzahlungen aus Investitionszuschüssen werden unter Investitionstätigkeit ausgewiesen, da zwischen erhaltenen Investitionszuschüssen und den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen ein enger Zusammenhang besteht.
Der deutlich verminderte Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ergibt sich trotz der um 9 % gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen insbesondere aus dem Rückgang der Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an konsolidierten Unternehmen (im Berichtszeitraum 16 Mio. € für den Erwerb Jean Heck und Grand Central; im Vorjahr 1.622 Mio. € insbesondere für den Erwerb von Arriva). Daneben führten gestiegene Einzahlungen aus dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte (insbesondere aus dem Verkauf der Arriva Deutschland-Gruppe) sowie ein leicht gestiegener Einzahlungssaldo aus Investitionszuwendungen zu erhöhten Mittelzuflüssen gegenüber dem Vorjahr.
Bei Veränderungen des Konsolidierungskreises durch Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird der bezahlte Kaufpreis (ohne übernommene Schulden) abzüglich der erworbenen oder verkauften Finanzmittel als Mittelfluss aus Investitionstätigkeit erfasst. Die übrigen bilanziellen Auswirkungen des Kaufs oder Verkaufs werden in den jeweiligen Positionen der drei Gliederungsbereiche eliminiert.
Hinsichtlich des in der Kapitalflussrechnung nicht ersichtlichen Anteilstauschgeschäfts verweisen wir auf Anhangziffer (15) und (17).
MITTELFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Der Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus dem Saldo von Ein- und Auszahlungen aus begebenen Anleihen, aufgenommenen Bankschulden und Darlehen sowie Einzahlungen aus der Aufnahme und Auszahlungen für die Tilgung der Darlehen des Bundes.
Der deutlich angestiegene Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnausschüttung (500 Mio. €) an den Bund, aus im Saldo verminderten Zuflüssen aus der Begebung und Tilgung von Anleihen und aus der erhöhten (vorfristigen) Rückzahlung der Darlehen des Bundes bei einem deutlich gestiegenen Einzahlungssaldo aus der Aufnahme von Finanzmitteln aufgrund gegenüber dem Vorjahr reduzierter Tilgung von Bankkrediten.
Letzte Aktualisierung: 10.04.2012
