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Mittelrheintal

Beirat für leiseres Mittelrheintal hat neuen Vorsitzenden

„In den kommenden Jahren wird es zwischen Koblenz und Bingen spürbar leiser werden • 73 Millionen für zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen

(Bingen / Frankfurt, 5. Mai 2017) In der heutigen Sitzung des Beirates für ein leiseres
Mittelrheintal stellte die Deutsche Bahn Maßnahmen und Zeitplan für den
Lärmschutz im Mittelrheintal in den nächsten fünf Jahren vor. Erstmals fand die
Sitzung heute unter Leitung von Andreas Gehlhaar statt, Leiter Umwelt der
Deutschen Bahn und seit Februar auch Lärmschutzbeauftragter. Nachdem im
März der Bund, die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die DB die
Finanzierungsvereinbarungen unterschrieben haben, kann nun mit der
Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden.


„Der Beirat für ein leiseres Mittelrheintal ist ein Erfolgsmodell. Gemeinsam mit
Bund und Ländern können wir jetzt die Projekte vorantreiben, die in den
nächsten Jahren rund 25.000 Menschen spürbar vom Schienenverkehrslärm
entlasten werden. Dabei ist es uns besonders wichtig, mit allen Beteiligten im
Gespräch zu bleiben. Nur so können wir bei der Umsetzung der Maßnahmen
Fahrt aufnehmen und am Ende die Akzeptanz für den umweltfreundlichen
Schienengüterverkehr erhalten“, so Andreas Gehlhaar.


Insgesamt fließen auf beiden Rheinseiten knapp 73 Millionen Euro in
zusätzliche lärmmindernde Projekte. Rund 50 Lärmschutzmaßnahmen werden
den Schienenverkehrslärm im Welterbebereich des oberen Mittelrheintals
zwischen Koblenz/Lahnstein und Bingen/Rüdesheim sowie in den Orten
Weißenthurm, Leutesdorf, Oestrich-Winkel und Eltville weiter reduzieren.
Zunächst werden Projekte umgesetzt, die keine mehrjährigen Genehmigungsverfahren
erfordern, wie beispielsweise der Bau von Lärmschutzwänden. So
sollen in diesem Herbst Schienenstegdämpfer u.a. in Kestert, Lahnstein und
Leutesdorf eingebaut werden. Nach heutiger Planung sollen alle Maßnahmen
bis Ende 2021 umgesetzt sein.