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Maßnahmen an der Strecke und an Gebäuden

Ortsfester Lärmschutz – aktive und passive Schallschutzmaßnahmen

Die Deutsche Bahn verfügt über ein vielfältiges Portfolio lärmmindernder Technologien an der Infrastruktur. Am häufigsten kommen dabei hochabsorbierende Schallschutzwände zum Einsatz.

Aktiver Schallschutz

schallschutz

Ortsfester Lärmschutz ist meist eine Kombination aus sogenannten aktiven und passiven Maßnahmen. Aktiv nennt man solche, die den Lärm direkt da mindern, wo er entsteht oder solche, die auf dem Ausbreitungsweg des Schalls wirken.

Am häufigsten sind das Schallschutzwände. Diese bestehen meist aus Aluminium, denn das ist leicht einsetzbar  und gut recycelbar. Es werden aber auch Wände aus Beton, Glas, Holz oder aus einer Kombination dieser Materialien errichtet.

Allen Schallschutzwänden gemein ist, dass sie zur Gleisseite hin hoch absorbierend gestaltet sind, um Schallreflexionen fast vollständig zu vermeiden. Da die Wände die unmittelbare Nachbarschaft beeinträchtigen können, indem sie etwa Schatten auf Grundstücke werfen, wird vorher jeweils ein Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt durchgeführt. 

Weitere aktive Maßnahmen sind beispielweise Absorberplatten, die in Brücken gebaut werden und diese so entdröhnen. Auch Spurkranzschmiereinrichtungen, die das Quietschen in engen Gleisbögen reduzieren, gehören zu den aktiven Maßnahmen sowie regelmäßiges Schienenschleifen für die Erhaltung einer guten Fahrflächenqualität.

Aktive und passive Schallschutzmaßnahmen






 

Passiver Schallschutz

haus

Manchmal lassen städtebauliche oder topographische Situationen den Bau von Schallschutzwänden nicht zu oder sie können nicht in der für die Einhaltung der Grenzwerte erforderlichen Höhe gebaut werden. In solchen Fällen, in denen aktiver Schallschutz nur teilweise oder gar nicht umgesetzt werden kann, werden – ergänzend oder ausschließlich – passive Schutzmaßnahmen angewendet.

Unter passivem Schallschutz versteht man Maßnahmen an Gebäuden, die die zugelassenen Grenzwerte in Schlaf- und Wohnräumen gewährleisten. Dafür ist neben dem Einbau von Schallschutzfenstern in Einzelfällen auch eine Dämmung von Außenwänden und Dächern notwendig. Zusätzlich können in Schlafräumen schallgedämmte Lüfter installiert werden.

Die Planer entwickeln auf der Basis der vorgegebenen Richtlinien ein jeweils passendes Konzept und stimmen dies mit den zuständigen Behörden und den betroffenen Anwohnern ab. Bei einer Kostenbeteiligung durch die Kommunen oder die betroffenen Anwohner können im Einzelfall darüber hinausgehende Schallschutzmaßnahmen geplant und umgesetzt werden.

Eine glatte Oberfläche der Schiene ist eine wichtige Voraussetzung für die Lärmvermeidung an der Quelle. Deshalb werden bei einigen Streckenabschnitten, besonders in Ballungsgebieten, die Schallschutzmaßnahmen durch das sogenannte Besonders überwachte Gleis (BüG) ergänzt: Ein Schallmesszug überprüft regelmäßig den Zustand der Schienenoberflächen auf ihren akustisch relevanten Zustand. Wenn die gemessenen Werte die Vorgaben überschreiten, wird die Oberfläche der Schienenköpfe geschliffen. Dadurch wird eine dauerhafte Lärmreduktion von 3 dB (A) erzielt.