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Konzernziel Lärmminderung

Das Ziel der DB: Halb so viel Lärm bis 2020.

Nur einer leisen Bahn gehört die Zukunft. Deswegen hat die Bahn sich zum Ziel gesetzt, die Anwohner von Bahnstrecken spürbar zu entlasten. Der Schienenverkehrslärm soll – ausgehend vom Jahr 2000 – bis 2020 halbiert werden.

Im Mittel soll der Schienenverkehrslärm um 10 Dezibel (dB (A)) reduziert werden – dies entspricht in der menschlichen Wahrnehmung einer Halbierung der Lautstärke. Um dieses Ziel zu erreichen setzt die DB AG auf ein übergreifendes Gesamtkonzept, das Maßnahmen am Streckennetz und an der Fahrzeugflotte beinhaltet. 

zwei saeulen

Das übergreifende Gesamtkonzept basiert grundsätzlich auf zwei Säulen: ortsfester Lärmschutz an der Infrastruktur und Lärmminderung am Fahrzeug. Zu den ortsfesten Maßnahmen zählen in erster Linie Schallschutzwände und Einrichtungen wie niedrige Schallschutzwände, Schienenstegdämpfer oder Schienenschmiereinrichtungen direkt am Gleis.

Solche Maßnahmen vor Ort kommen insbesondere bei der Lärmsanierung zum Einsatz, die im Rahmen des freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes durchgeführt wird. Dieses ist zuständig für die Sanierung der 3.700 km Strecke , die als besonders belastetet gelten. Seit 1999 wurden bis heute dank dieses Programms knapp 1.600 Kilometer Bestandsstrecke trecke lärmsaniert.

Die zweite Säule setzt auf schallmindernde Maßnahmen an Fahrzeugen. Diese bekämpfen den Lärm direkt an der Quelle. Die Umrüstung der Bestandsgüterwagen auf die lärmarmen Verbundstoffbremssohlen – die sogenannte „Flüsterbremse“ nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein. Zusammen mit einer guten Pflege der Gleise wird so das Rollgeräusch eines Güterwagens um bis zu 10 dB (A) in der Vorbeifahrt reduziert und somit halbiert. Damit wird eine wesentliche Lärmquelle im Schienengüterverkehr bekämpft.

Derzeit sind 50% der in Deutschland verkehrenden Wagen von DB Cargo umgerüstet, neue werden ohnehin längst nur noch mit dieser leisen Bremstechnologie beschafft. Bis Ende 2020 wird die komplette Flotte der DB Cargo leise sein.

Zwei Anreizsysteme unterstützen die Umrüstung der Bestandsgüterwagen: das Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums sowie das Lärmabhängige Trassenpreissystem (LaTPS) der DB Netz AG, das laute Züge mit einem Aufschlag belegt und den Einsatz leiser umgerüsteter Wagen belohnt. 

Konzernziele Ende 2016