Deutsche Bahn

Einstieg in das DB-Management

Wer im DB-Konzern Verantwortung übernehmen möchte, braucht mehr als gute Projektleistungen. Das Beispiel unseres Alumnus Thorsten Harder zeigt: Entscheidend ist, zu wissen, was Ihnen wichtig ist.

Dem erfahrenen Projektmanager standen nach fünf Jahren bei DB Management Consulting viele Türen offen und er hätte auch aufsteigen können. Aber nicht in Hamburg und nicht im operativen Kerngeschäft der DB. Deshalb ging er 2012 zur Hamburger S-Bahn und übernahm die Leitung der Produktionsplanung. 

Thorsten wusste damals genau, was er wollte: Raus aus der Stabsstelle, das Geschäft der DB verstehen lernen, Konzepte entwickeln und auch umsetzen. In Hamburg, bei der Familie. Das alles bot ihm die neue Funktion – und noch mehr: Er wurde gezielt zum Leiter der Instandhaltung aufgebaut. Für diese Perspektive verzichtete Thorsten im Gegenzug auf einen Teil seines bisherigen Gehalts und auf den Dienstwagen. 

Persönliches Netzwerk als wichtige Basis

Die Geschäftsführung der S-Bahn Hamburg kannte er aus der Projektarbeit. Nach einem KVP-Workshop blieb er in Kontakt – und wurde später auf die freie Stelle in der Produktionsplanung angesprochen: „Der wichtigste Beitrag zu einem erfolgreichen Transfer ist neben einer guten Projektleistung die Pflege des Netzwerks“, ist Thorsten überzeugt. „Und sei es, nur ab und zu anzurufen und nach dem Stand der Umsetzung zu fragen, einen interessanten Artikel weiterzuleiten oder gezielt Veranstaltungen zu besuchen“. In den Jahren bei DB Management Consulting hatte sich Thorsten ein großes Netzwerk aufgebaut – eine wichtige Voraussetzung, um zum Transfer-Zeitpunkt zwischen verschiedenen Optionen wählen zu können.

250 Mitarbeiter nach zwei Jahren

Bereits zwei Jahre nach seinem Wechsel zur Hamburger S-Bahn übernahm er die Leitung des Instandhaltungswerks mit 250 Mitarbeitern. Die Verantwortung für den operativen Betrieb einerseits und die konzeptionelle Weiterentwicklung des Bereiches andererseits war hoch und Thorsten begeistert von den Gestaltungsmöglichkeiten. „In den Werken dominiert oft ein sehr technischer Führungsstil.“, gibt er seinen Eindruck wieder. „Das bringt Defizite in den Strukturen, Organisationsprozessen und der Abteilungskultur mit sich – Themen, in denen wir DB MCler zuhause sind und wissen, wo die entscheidenden Hebel liegen.“ 

Drei weitere Jahre später ist Thorsten selbst zum Geschäftsführer aufgestiegen und verantwortet die gesamte Produktion der S-Bahn Hamburg. „Ohne den Zwischenschritt in der Produktionsplanung wäre ich untergegangen“, ist er sich sicher. „Das war ein echter Glücksgriff. Als Berater ist man einfach zu weit weg vom Tagesgeschäft. Helikopter-Management würde hier nicht funktionieren“. Im operativen Kerngeschäft bestehe nur, wer geerdet ist und eine hohe Glaubwürdigkeit mitbringt. 


5 Tipps für den Wechsel in das Kerngeschäft der DB

  1. Wissen, was man will. Der Wechsel in die Linie ist meist mit Kompromissen verbunden. Da hilft es, eine klare Idee davon zu haben, wo und wie Sie inhaltlich mitgestalten wollen. 
  2. Wechsel rechtzeitig planen und vorbereiten - gerne mit unserer Unterstützung
  3. Netzwerke pflegen. Präsenz beim Kunden ist während und nach der Projektarbeit das Entscheidende. 
  4. Erdung bekommen. Ohne operatives Bahnwissen geht es nicht. Dabei helfen Trainings in Bahnbetrieb und Bahntechnik aus unserem Schulungsangebot.
  5. Zeigen Sie, dass Sie nicht nur Berater, sondern auch Kollege sind und das Geschäft wirklich verstehen. So gewinnen Sie Vertrauen und operative Glaubwürdigkeit.