DB Netz - BIM | Deutsche Bahn AG

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Artikel: Herzlich willkommen auf der BIM-Internetseite der DB Netz AG

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben! Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Informationen zur Implementierung von Building Information Modeling beim Planen und Bauen von Infrastrukturanlagen der DB Netz AG zur Verfügung. 

Unter BIM@DB Netz finden Sie eine Übersicht bezüglich der derzeitigen Umsetzung von BIM in unserem Unternehmen. Unter dem Menüpunkt Standards erhalten Sie Informationen zu den verpflichtenden Kernelementen für die Umsetzung der BIM-Methodik, den Anwendungsfällen für die Planung und Bauausführung, den Rollen der Beteiligten, dem Thema Kollaboration sowie den BIM-Arbeitsplatz.  Außerdem geben wir Ihnen die Möglichkeit eine Übersicht über die Schulungsangebote im Menüpunkt Qualifizierung zu gewinnen. Hier besteht auch für Sie als Auftragnehmer die Möglichkeit – auch von extern – direkt Schulungen zu buchen, die Sie zur Ausführung von bestimmten Tätigkeiten benötigen.

Themen, die unternehmensübergreifend für alle DB Konzernunternehmen gelten, welche BIM umsetzen, werden gesondert auf der Seite des Vorstandsressorts Infrastruktur dargestellt. Zu den übergreifenden Themen gehören u.a. ein Einblick in die BIM-Strategie der DB, eine allgemeine Einführung in die BIM-Methodik sowie Einblicke ins Planen, Bauen und Betreiben. Falls Sie Informationen zu diesen Themen benötigen, besuchen Sie bitte die Internetseite des Vorstandsressorts Infrastruktur.

BIM@DB Netz

Seit Beginn des Jahres 2020 arbeitet die DB Netz AG in neuen Projekten mit Building Information Modeling (BIM). Die Pilotierung der Methodik hat hierfür die Voraussetzungen geschaffen und wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung von Standards zur Anwendung im Regelprozess geliefert.

Die Anwendbarkeit und der Nutzen von BIM in Schieneninfrastrukturprojekten wurden bei der DB Netz AG in 13 geförderten Bedarfsplanprojekten sowie 7 Projekten aus dem Bestandsnetz erprobt und ausgewertet. Die Pilotierung von BIM erfolgte anhand vorab definierter Anwendungsfälle. Der inhaltliche Schwerpunkt lag dabei auf den Themenkomplexen Planung und Bau sowie im Ausblick auf dem Betrieb der Anlagen. Die Pilotierung der Anwendungsfälle wurde 2019 erfolgreich abgeschlossen.

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Aus der Pilotierung lassen sich deutliche Vorteile der BIM-Methodik gegenüber der konventionellen Planung erkennen. 

Aus den Erfahrungen wurden Standards für den flächendeckenden Einsatz der BIM-Methodik entwickelt sowie Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von BIM abgeleitet.


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Zuwendungsfähigkeit

Auf Basis des am 10.09.2019 vorgestellten Abschlussberichts und der ausgesprochenen Empfehlung der BIM-Methodik beim Schienenwegebau, hat das BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) nach gutachterlicher Auswertung der geförderten Pilotprojekte der DB Netz AG den Einsatz der BIM-Methodik für zukünftige Projekte im Schienenwegebau anstelle konventioneller Planung uneingeschränkt empfohlen.

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In einem Schreiben vom 23.07.2019 des BMVI an das EBA bestehen grundsätzlich keine Bedenken hinsichtlich der Finanzierung von Planungen mit der BIM-Methodik mit Bundesmitteln. Auf Basis dieser Aussage hat das BMVI alle Vorbehalte aus dem Jahr 2018 zur Verwendung der BIM-Methodik für Bedarfsplanvorhaben, welche damals noch bestanden, aufgehoben. Die Finanzierungsfähigkeit der BIM-Methodik wurde daher sowohl bei Bestandsnetz- als auch Bedarfsplanvorhaben im Rahmen der Verwendung von Bundes- und EU-Mitteln bestätigt.

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Außerdem akzeptiert die EU die BIM-Methodik ebenfalls, wenn diese in der Fördervereinbarung aufgenommen wurde. Für alle Neuverträge CEF II (ab 2021) wird eine entsprechende Passage im Standard aufgenommen.

Johanna Board

BIM im Praxiseinsatz

Mit dem Jahr 2020 werden neue Infrastrukturprojekte nach der BIM-Methodik geplant, wenn dies technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Um die vorhandenen Erfahrungen mit der BIM-Methodik in den Regionen auszuweiten, begann 2019 der Hochlauf. Ab 2020 werden 64 Bedarfsplanprojekte sowie alle Bestandsnetzprojekte (soweit technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll) nach der BIM-Methodik umgesetzt. Im Bestandsnetz handelt es sich derzeit vorwiegend um KIB-Projekte, die weitere Erprobung in anderen Gewerken erfolgt derzeit.

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Verankerung BIM in der Linienorganisation der DB Netz

Die Pilotierung von BIM wurde bei der DB Netz AG durch ein zentrales Implementierungsprojekt begleitet. Mit Abschluss der Erprobung wurde die Verantwortung für die Weiterentwicklung der BIM-Methodik in die Linienorganisation der DB Netz überführt. Ein eigenes Arbeitsgebiet „Grundsätze BIM“ wird sich in Zukunft um die Handlungsfelder „Strategie“, „Prozesse und Standards“, „Daten und Informationen“, „Technologie/IT-Infrastruktur“ sowie „Menschen & Qualifizierung“ kümmern.

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Ziel ist es nicht nur, die verfügbaren BIM-Standards aktuell zu halten, sondern insbesondere die Weiterentwicklung und Anwendung der BIM-Methodik im Unternehmen voranzutreiben.

Übergreifende Zusammenarbeit

Die Weiterentwicklung von BIM erfolgt im Schulterschluss mit den anderen Konzernunternehmen der DB AG, welche ebenfalls BIM anwenden.


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Darüber hinaus liegt ein besonderes Augenmerk auch auf der Mitarbeit in externen Gremien. So ist die DB Netz AG Mitglied der SMARTInfra-Strategiegruppe und der SMARTInfra-Arbeitsgruppe. Ziele sind dabei die Erarbeitung der strategischen Zielrichtung sowie der Erfahrungsaustausch zu BIM-Themen zwischen großen Auftraggebern aus dem Infrastrukturbereich.

Ebenfalls beteiligt sich die DB Netz AG innerhalb unterschiedlicher Arbeitspakete und als Reviewer bei BIM Deutschland. BIM Deutschland ist die zentrale öffentliche Anlaufstelle des Bundes für Informationen und Aktivitäten rund um Building Information Modeling und damit das nationale Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens.

Die aktuellen Arbeitspakete, an welchen die DB Netz AG beteiligt ist, umfassen z.B. die Koordination von BIM-Themen, die Erarbeitung einheitlicher Datenstandards und von BIM-Strategien für die Zeit nach 2020.

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