Deutsche Bahn

Erfolgreriche 2. BIM-Messe in Berlin

Bereits 2017 gab es beim Auftakt der DB BIM-Messe einen großen Andrang in Berlin. Am 28. Mai 2019 trafen sich nun zur 2. DB BIM-Messe in den Bolle Festsälen noch mehr BIM-Spezialisten und Interessenten, um sich auf Augenhöhe auszutauschen. Durchgeführt wurde die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Vorstandsressorts Infrastruktur (VR I) der Deutschen Bahn. Mit der Organisation wurde die Firma Mensch und Maschine (MuM) beauftragt.

Eröffnet wurde die BIM Messe vom Vorstand Netzplanung und Großprojekte Prof. Dr. Dirk Rompf. Sein Appell war, dass Verkehrswende und ehrgeizige Klimaziele nur zu schaffen sind, wenn die Eisenbahn zügig ausgebaut wird. Dabei soll BIM helfen, um Projekte besser, schneller und kostenstabil planen und realisieren zu können.

BIM-Messe Heinz Ehrbar

Heinz Ehrbar, Leiter Geschäftsführung Competence Center Großprojekte 4.0 bei der DB AG, stellte anschließend die BIM- Strategie der DB Infrastruktur für die nächsten Jahre vor.  In seinem Vortrag sprach er sich sowohl für die Schaffung von nationalen als auch internationalen Standards aus und appellierte an Politik, Industrie und Nachbarbahnen für eine enge Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung von BIM. 

Spannend war auch der Vortrag von Lukas Spengeler, Programmleiter BIM@SBB. In seinem Vortrag erläuterte er den Umgang mit BIM und der Digitalisierung bei der Schweizer Bundesbahn (SBB). Er beleuchtete BIM und die gemachten Erfahrungen aus eidgenössischer Sicht und berichtete, wie die SBB die BIM-Arbeitsmethodik anwendet.

BIM-Messe Daniel Forsmann

Über die Erfahrungen aus den Pilotprojekten und der Implementierung der BIM-Methodik informierte Dr. Daniel Forsmann, Leiter Grundlagen Großprojektemanagement bei der DB Netz AG. Der Fokus seines Vortrags lag hierbei auf den Praxisbeispielen und den Erfahrungen aus der Pilotierung von BIM,  die erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Der Messebetrieb wurde mit spannenden Ausstellern für BIM-Anwendungen (wie z.B. Eplass, Autodesk, Thinkproject), Bau-, Planungs- und Beratungsfirmen sowie der DB selbst betritten. Das zentrale Implementierungsprojekt der DB Netz präsentierte neben weiteren Konzernunternehmen wie DB Systel, DB Energie und DB Station & Service, an einem gut besuchten Stand Highlights aus der BIM-Pilotierung. Besonders die Praxisbeispiele fanden große Aufmerksamkeit. Jana Arendt (Teilprojektleiterin „Anwendung in Piloten“), Karim Bug (Teilprojektleiter „Informationen und Daten“), Anne Schacherl (Arbeitsgebietsleiterin Projektsteuerung Rhein-Ruhr-Express, BIM Mangerin , DB Netz AG), Christoph Dangler (BIM-Manager, DB Netz AG) und Lina Grummel ( Technik Fehmarnbeltquerung, DB Netz AG) diskutierten mit zahlreichen Standbesuchern ausführlich über ihre Erfahrungen in der Entwicklung von und Arbeit mit BIM.

BIM-Messe Publikum

Zudem  wurden viele technische Schmankerl präsentiert. Beispielsweise eine VR-Brille, die dem Nutzer ein Projekt in einer modellierten Umgebung zeigt. Im Rahmen der Demonstration  wurde ein Oberleitungsmast im Gleisabschnitt dargestellt, den man von allen Seiten detailliert betrachten konnte, ohne selbst physisch vor Ort zu sein. Zudem wurden dem Nutzer alle erforderlichen technischen Daten des Objektes zur Verfügung gestellt. Diese Technik wird bereits in einigen Projekten der DB eingesetzt – z.B. für den geplanten Bahnhofsneubau in München – und eignet sich sehr gut für die realitätsnahe Abbildung von Planungen mit Hilfe von 3D-Modellen. Die Darstellung mit der VR-Brille ermöglicht es dem Nutzer frei in den Modellen zu navigieren und sich einen Eindruck der Planung zu verschaffen. 

Abgeschlossen wurde die BIM Messe mit einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „BIM für die Infrastruktur“ mit Vertretern aus der Planungs-, Bauindustrie, der Fraport, der SBB und der DB, in deren Verlauf noch einmal das große Potential der Methodik für die zukünftige Infrastrukturentwicklung deutlich wurde.

Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf der 2. BIM Messe in Berlin und freuen uns auf die dritte DB BIM-Messe in 2020.