Deutsche Bahn
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Sommer, Sonne, Urlaubszeit

Von Badeausflug bis Burgbesichtung - Ob Ferientour oder langes Wochenende - Reiseziele mit der Bahn entdecken

Ob Kurztrip oder Urlaubsreise, manchmal liegen die Ausflugsziele ganz nah. Wir haben uns mal in den Regionen umgeschaut und hier sind ein paar Tipps:

Region Nord:

Watt’n Meer – Auf der Inselbahn durch Wangerooge 

Die östlichste und zweitkleinste der sieben Ostfriesischen Inseln hat einiges zu bieten. Entspannt im Strandkorb sitzen oder bei einer Wanderung über die Insel den Blick auf das Weltnaturerbe Wattenmeer auskosten. Was auf Wangerooge nicht fehlen darf: Eine Fahrt mit der einzigen Schmalspurbahn der Deutschen Bahn, der Wangerooger Inselbahn. Mehr Informationen zu Wangerooge finden Sie hier.

Die Wangerooger Inselbahn ist eine Fahrt wert.

Mit Fahrtziel Natur den Müritz-Nationalpark entdecken

Mit mehr als 110 Quadratkilometern Fläche ist die Müritz der größte Binnensee Norddeutschlands, an dessen Ostufer der Müritz-Nationalpark grenzt. Er ist mit 322 Quadratkilometer der flächenmäßig größte Nationalpark Deutschlands. Mehr als 70 Prozent der Fläche sind mit Wald bedeckt, 13 Prozent sind Wasserflächen, die sich auf unzählige kleine und große Seen aufteilen. Diese Natur pur lädt zum Baden, Wandern und Erholen ein.
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Hausboote in der Müritz

Die spannenden Naturerlebnispfade im Müritz-Nationalpark sind immer eine Wanderung wert. Der 4km lange Wald-Erlebnis-Pfad im Teilgebiet Serrahn bei Zinow bietet eine abwechslungsreiche Wanderung: Interessante Informationstafeln fordern die Besucher entlang des Pfades zum Beobachten und zu Aktivitäten auf, während zwischen den Bäumen gespannte Hängematten zum Entspannen und Verweilen einladen. 

Hängematten im Wald-Erlebnis-Pfad Serrahn

Mit Direktverbindungen in die Müritz:

Waren (Müritz) und Neustrelitz sind als wichtige Eingangstore zum Müritz-Nationalpark mit dem Nahverkehr ab Berlin erreichbar. An den Wochenenden fahren Fernverkehrszüge z. B. umsteigefrei aus Köln, München, Wien, Nürnberg, Erfurt und Halle an die Mecklenburgische Seenplatte. Mit Regionalzügen gelangen Sie im Stundentakt von Berlin oder Stralsund nach Neustrelitz. Auf der Strecke Berlin–Rostock fahren zweistündlich Züge mit Halten in Neustrelitz, Kratzeburg und Waren (Müritz).


Region Ost:

Schlafen auf Rädern

Auf Kreuzfahrten spielt Ihr Magen nicht mit und im Flugzeug bekommen Sie Beklemmungen? Dann ist das Schlafwagenhotel am historischen Bahnhof Rehagen in der Nähe von Zossen genau das Richtige für Sie! 

Insgesamt acht Abteile bietet das Schlafwagenhotel.


Schlafwagenhotel Rehagen


Der Clou: Allein die Anreise ist ein echtes Eisenbahner-Abenteuer. Das Hotel liegt an der Draisinenstrecke Zossen - Mellensee, die durch den wunderschönen Fläming verläuft.

Mehr Informationen zur Anreise mit der Draisine finden Sie hier!

Natürlich können Sie das Schlafwagenhotel auch mit dem Auto erreichen. Nach ein wenig körperlicher Arbeit schläft es sich allerdings noch besser in einem der acht restaurierten Abteil-Hotelzimmer, die teilweise sogar noch aus Reichsbahnzeiten stammen.

Ausgestattet sind die Zimmer mit einem Doppelbett, Fernseher, eigenem Duschbad und WC. Außerdem gibt es Aufbettungsmöglichkeiten auf originalen Schafwagenliegen, so dass in manchen Zimmerabteilen auch vier Personen übernachten können.

Region Mitte:

Rheinland-Pfalz: Wandern, Velo, Wein

Sport-, Natur- und Weinliebhaber sind an der Mosel genau richtig: Der Fluss, den schon die Römer zu schätzen wussten, schlängelt sich durch Weinberge und an vielen Burgen vorbei, von den französischen Vogesen bis nach Koblenz, wo sie in den Rhein mündet. Hier kommen Wanderfreunde, Fahrradfahrer und Weinliebhaber gleichermaßen auf ihre Kosten – perfekt für einen Kurzurlaub. 

Blick auf die Mosel

Der deutsche Mosel-Radweg ist Teil der internationalen Radroute Velo Tour Moselle und führt größtenteils direkt am Wasser entlang. Er startet in Perl an der französischen Grenze und führt bis nach Koblenz – insgesamt 250 Kilometer, mit jeder Menge Einkehrmöglichkeiten für durstige Radler bei unzähligen Weingütern und in gemütlichen Winzerörtchen. 

Sehen und Staunen entlang der Strecke

Trier, die Jugendstilstadt Traben-Trarbach, die Fachwerkstädtchen Bernkastel-Kues und Cochem, die römische Villa in Longuich und unzählige Burgen und Schlösser sind echte Hingucker. Hinter Konz lohnt ein Abstecher auf den Saar-Radweg.

Wer lieber wandert, kann auch von Perl aus auf den 2014 eröffneten Moselsteig gehen. Und kann in Etappenwanderungen von Ort zu Ort ziehen oder auf Rundwanderwegen die Region erkunden. Zertifizierte Rundwanderwege sind als „Seitensprung“ oder als „Traumpfad“ gekennzeichnet.

Hoch hinaus

Ein Klettersteig führt auf den steilsten Weinberg Europas, den Calmont zwischen Bremm und Ediger-Eller. Kletterausrüstung wird nicht benötigt, Kondition aber schon. Belohnt wird die Mühe durch einen grandiosen Ausblick und – natürlich – ein Glas Moselwein.

Erreichbarkeit mit der DB: über Trier oder Koblenz. DB Regio verbindet die Ortschaften entlang der Mosel mit regelmäßigen Regionalzügen, Fahrradmitnahme ist kein Problem.

Hessen: Herkules und grünes Welterbe

Kassel ist immer eine Reise wert. Documenta-Stadt, Heimat der Brüder Grimm mit dazugehörigem Museum, Bergpark Wilhelmshöhe mit dem berühmten Herkules – zu sehen gibt es hier genug. 

Und wer genug von der Stadt hat, fährt einfach weiter in den nahen Nationalpark Kellerwald-Edersee, Weltnaturerbe und Fahrtziel Natur

Erreichbarkeit: mit dem ICE nach Kassel


Region Südost:

Es ist ein Kurort mitten in der berühmten Sächsischen Schweiz: In dem kleinen Örtchen Rathen gibt es neben einem Bahnhof, zwei beschrankten Übergängen und einer Elbfähre auch eine adrette Pension mit dem gewissen Etwas...

Eisenbahnwelten im Kurort Rathen.

Eisenbahnwelten

Im Hof der Pension befindet sich die weltweit größte Garteneisenbahnanlage. Margot und Lothar Hanisch haben hier in jahrelanger Arbeit eine Anlage im Maßstab von 1:22,5 aufgebaut. Auf mehr als 7500 Quadratmetern haben sie fast fünf Kilometer Gleis verlegt. Die Anlage zeigt detailgetreue Ausschnitte aus der Eisenbahnwelt in der sächsischen Umgebung. So zum Beispiel den berühmten „Lößnitzdackel“ in Radebeul oder die „Kirnitzschtalbahn“ in Bad Schandau. 

Die Doppelzimmer in der Pension kosten ab 40 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. Kinder sind gern gesehen. Allerdings ist die Pension in der Saison schnell ausgebucht. 

Festung und Felsenbühne

Das Schönste aber ist, wenn man sich an den vielen kleinen Details der Anlage satt gesehen hat, hebt man einfach den Kopf und schaut auf die andere Seite des Flusses auf die Felsen des Elbsandsteingebirges. Dort führt ein schmaler Wanderweg zu einer zwischen den Bergen versteckten Felsenbühne. Jedes Jahr im Sommer wird hier großes Show-Theater gezeigt. Das Programm reicht von Musicals über Märchen bis hin zu wunderbaren Winnetou-Aufführungen. 

Blick von der Festung Königstein.

Nicht weit von hier, genaugenommen nur eine S-Bahn-Station entfernt befindet sich der Ort Königsstein mit der gleichnamigen Festung. Die ist schon fast 800 Jahre alt und erhebt sich beeindruckend auf dem Gipfel. Von oben hat man einen herrlichen Blick über die Hügelkuppen der Sächsischen Schweiz. 

Den Kurort Rathen erreicht man hervorragend mit der S-Bahn der DB Regio von Dresden aus in einer guten halben Stunde. 

Thüringen: Ein Traum für Kids

Auf dem Ringberg bei Suhl steht ein Hotel, das für seine Familienfreundlichkeit über die Landesgrenzen hinaus berühmt ist. Rundrum gibt es einen Erlebnispfad, drinnen Schwimmbad und Kegelbahn und regelmäßig Kurse für die lieben Kleinen. 


Erreichbarkeit: mit dem ICE bis Erfurt, von dort aus weiter mit dem Regionalexpress nach Suhl.

Sachsen-Anhalt: Blütenträume in der Rosenstadt

In Sangerhausen befindet sich die größte Rosensammlung der Welt. Millionen Blüten können die Besucher der über 1000 Jahre alten Stadt im Südharz im wahrsten Sinne des Wortes erschnuppern – im Europa-Rosarium. Bei mehr als 8.600 verschiedenen Sorten staunen auch Fachleute regelmäßig.    

Erreichbarkeit: mit dem ICE bis Halle (Saale), von dort aus weiter mit dem Regionalexpress nach Sangerhausen.


Region West:

Hattingen: Die Perle aus dem Pott

Ruhrgebiet, Bergbau, Billig-Einkaufsmeilen und der BVB. Soweit das Klischee. Doch der Pott hat mehr zu bieten, Fachwerk beispielsweise. Damit lockt Hattingen, eine 55.000-Einwohner-Stadt im Süden des Ruhrgebiets. Mit seinen schiefen Fachwerkhäusern (mehr als 400 Jahre alt, 159 davon unter Denkmalschutz) und einer Altstadt mit ausgeprägter Kneipenkultur und urigen Restaurants ist das Städtchen ein ideales Ausflugsziel.

Kurios und sehenswert: Das Bügeleisenhaus, erbaut 1611. Seinen Namen verdankt es der eigenwilligen Form. Darin findet sich das Museum des Heimatvereins, eines von neun Museen der Stadt.

Fachwerk im beschaulichen Hattingen.

Sagenhaftes Siebengebirge: Der Drachenfels

Wer Sagen liebt, sollte den Drachenfels besteigen. Auf dem 321 Meter hohen Berg thront die gleichnamige Burgruine. Das Wahrzeichen des Siebengebirges ist ein beliebtes Ausflugsziel. Von dort eröffnet sich ein wunderbarer Blick über das Rheintal bis nach Bonn. Und wer möchte, kann ein Picknick einlegen oder den Rucksack schultern und auf dem Rheinsteig flussaufwärts wandern.

Der Drachenfels zwischen Königswinter und Bad Honnef.

Der Baldeneysee staut die Ruhr im Essener Stadtteil Werden. Er ist heute vor allem Wassersport-Revier und Naherholungsgebiet. Die Schiffe der Weißen Flotte  verkehren in den Sommermonaten nach Fahrplan zwischen dem Stauwehr in Werden und der ehemaligen Eisenbahnbrücke, heute Fußgängerbrücke, die Heisingen mit Kupferdreh verbindet.

Am Südost-Ufer verläuft die Hespertalbahn mit saisonalem Museumzugbetrieb. Für kleinere Gruppen, Familien und Einzelreisende ist keine Reservierung erforderlich. Gruppen ab 25 Personen werden um Voranmeldung gebeten.

Mit Volldampf unterwegs: Die Hespertalbahn am Baldeneysee.

Über dem Ruhrtal mit Blick auf den Baldeneysee thront die Villa Hügel,  der ehemaliger Unternehmerwohnsitz der Familie Krupp ist heute ein Museum. Das palastartige Gebäude mit 269 Räumen, umgeben von einem 28 Hektar großen Park, ist ein Symbol der Industrialisierung Deutschlands.


Region Südwest:

Rottweil: Die Welt von oben

Einmal auf der höchsten Besucherplattform Deutschlands die Aussicht genießen? Nur in Rottweil möglich. Dort steht seit Oktober 2017 der 246 Meter hohe Aufzugtestturm von ThyssenKrupp. Besucher können bis auf 232 Meter Höhe vorstoßen: Dort bietet die Aussichtsplattform des prägnanten Bauwerks einen Panoramablick auf die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.  

Wem das doch etwas zu hoch ist, der kann in der Stadt der Türme noch weitere Aussichtspunkte ansteuern: den stauferzeitlichen Hochturm, den spätmittelalterlichen Kapellenturm, das Schwarze Tor, den Pulverturm und den neuzeitlichen Wasserturm. Wer mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen möchte, dem sei der spätmittelalterliche Stadtkern der ältesten Stadt Baden-Württembergs empfohlen. Er gehört zu den am besten erhaltenen in der Region. Charakteristisch sind seine Bürgerhäuser, deren Giebel sich in Richtung Straße orientieren sowie die zahlreichen Erker. 

Wer von Rottweil aus weiterreisen möchte, ist im DB-Reisezentrum am Bahnhof gut aufgehoben. Denn es wurde 2017 zum besten Deutschlands ausgezeichnet – und das zum zweiten Mal in Folge. Neben der Beratung zur nächsten Zugverbindung gibt es hier auch die nächsten sehenswerten Tipps für die Region Südwest. 

Deutschlands höchste Wasserfälle in Triberg

Der nächste Superlativ Baden-Württembergs ist 163 Meter hoch: So tief stürzt nämlich das Wasser der Gutach in die Tiefe. In Triberg befinden sich die höchsten Wasserfälle Deutschlands. Entlang der Wege auf den sieben Fallstufen kann man das Wasser auf seinem Weg nach unten begleiten. 

Deutschlands höchste Wasserfälle in Triberg.

Was Triberg zudem interessant macht: Der Ort liegt am Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad. Auf der Wanderstrecke zwischen Hornberg, Triberg und St. Georgen erfahren die Besucher alles zur Geschichte und zum laufenden Betrieb der zwischen 1863 und 1873 erbauten Strecke.

Auf den Spuren von Hermann Hesse - die Halbinsel Höri

Lust auf Kultur im Sommer? Die Bodenseehalbinsel Höri war während der Zeit des Nationalsozialismus Zufluchtsort für zahlreiche Künstler. Das prägt die drei Gemeinden auf der Halbinsel bis heute. Die Spuren von Hermann Hesse, Otto Dix oder Walter Kaesbach lassen sich in den Kulturdenkmälern und Museen nachverfolgen. 

Auf den Spuren von Dichtern und Malern: Auf Höri haben schon Otto Dix und Hermann Hesse gelebt.

Region Süd:

Das Blaue Land

Das Blaue Land rund um den Staffelsee

Nur eine Zugstunde von München entfernt lockt das Blaue Land – das oberbayerische Voralpenland rund um Murnau am Staffelsee. Die Gebirgszüge des Wettersteins samt Zugspitze, der Ammergauer Alpen, des Estergebirges und der Kocheler Berge bilden eine traumhafte Kulisse. Die vielen Blautöne, die die Berge je nach Lichteinfall und Föhn einnehmen, geben der anmutigen Gegend ihren Namen. 
 



Wer gerne badet, ist hier genauso gut aufgehoben wie Surfer oder Paddler. Schließlich erwärmt sich das moorhaltige Wasser des Staffelsees schnell und erreicht im Hochsommer Temperaturen von mehr als 25 Grad Celsius. Ein 20 Kilometer langer Radweg führt um den See. Eine andere prägende Landschaft ist das Murnauer Moos, eines der größten Moore Europas. Es ist ein Wandergebiet für alle, die nicht in die Höhe streben und die Pflanzen wie Schwertlilie, Kuckucksblume oder Teufelskralle entdecken wollen, die anderswo ausgestorben sind.

Die faszinierende Landschaft und das besondere Flair zogen viele weltbekannte Künstler in die Gegend. Hier schrieben die Maler des „Blauen Reiters“ Kunstgeschichte, der Dramatiker Ödön von Horváth verfasste Weltliteratur und der Jugendstil-Architekt Emanuel von Seidl verschönerte das Ortsbild von Murnau. Eine Bandbreite expressionistischer Kunst tut sich auf bei Besuchen in und um Murnau: vom Schlossmuseum in Murnau bis hin zum Buchheim-Museum in Bernried.

Erreichbarkeit: 
Mit der Regionalbahn geht es in einer knappen Stunde von München nach Murnau.

Faszinierende Lokwelt

Faszinierende Loks in Freilassing

Eisenbahn-Liebhaber kommen im Berchtesgadener Land auf ihre Kosten – in der „Lokwelt Freilassing“. Auf 17 Gleisen im denkmalgeschützten Ringlokschuppen ist faszinierende Technik zu entdecken, wie Lokomotiven der Baureihen E 16, E 44 und E 03. Außerdem eine bayerische Schnellzug Dampflokomotive aus dem Jahr 1874. Auch Signaltechnik und dem Gleisbaumaschinen werden präsentiert. Beeindruckend ist die Drehscheibe samt Oberleitungsspinne, die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts installiert wurde.



Erreichbarkeit: 
Mit der Bahn nach Freilassing, von Bahnhof in 15 Minuten zu Fuß zur „Lokwelt“.