Nächster Halt: Paris, Lissabon, Florenz oder doch lieber Budapest?

Artikel: Nächster Halt: Paris, Lissabon, Florenz oder doch lieber Budapest?

Eine Interrail-Reise ist so ziemlich das Beste, was man mit einem knappen Budget und einigen Wochen freier Zeit anstellen kann. Das Projekt begann als Versuchsballon und ist nun schon seit 50 Jahren ein Dauerbrenner. Und vor allem ist es eines: Ein Abenteuer, das Erinnerungen schafft, die man sein ganzes Leben lang nicht vergisst.

Mit großem Rucksack am Strand in Südfrankreich aussteigen, die mitgebrachte Dosensuppe löffeln, weiter mit dem Nachtzug nach Kopenhagen und die bunte skandinavische Metropole mit neuen Freunden zu erkunden, um am nächsten Tag nach Griechenland aufzubrechen. In Europa liegen die unterschiedlichsten Länder und Kulturen oft nur wenige Zugstunden voneinander entfernt.


Auf in die weite Welt

Der Interrail-Pass prägte eine ganze Generation und ermöglichte Millionen junger Menschen Reisen über die eigenen Landesgrenzen hinaus. In den 1970er und 1980er Jahren war Interrail für viele junge Menschen das Ticket in die große weite (europäische) Welt. Sie verließen ihr behütetes Nest, um als Globetrotter:innen grenzenlos durch Europa zu reisen und das verhältnismäßig günstig: 1972 konnte man mit einem Ticket für nur 235 Mark in das Interrail-Abenteuer starten.

Der Weg ist das Ziel

Ob alleine, mit Freunden oder den Geschwistern: Unabhängig neue Länder entdecken und Erfahrungen sammeln, die bleiben und prägen. Ein Stück erwachsen werden. Egal, wie lange man unterwegs ist und ob man pünktlich am Ziel ankommt, das Reisen selbst steht im Mittelpunkt. Improvisieren, Pläne schmieden und Orte entdecken, von denen man vorher nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Heute Lissabon, morgen Nizza: Interrail macht diese spontane Art des Reisen möglich.

Ein Lebensgefühl

Mehr als 10 Millionen Menschen haben sich inzwischen auf ein Interrail-Abenteuer eingelassen. Im Internet findet man unzählige Reiseberichte, Routen-Empfehlungen und Tipps rund ums Reisen mit Interrail. Auch zu Weltrekorden hat das Ticket inspiriert: Vor 35 Jahren erhielt Manfred Weis aus Karlsruhe einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde: Er legte 1987 mit dem Interrail-Ticket 36.000 Kilometer auf Europas Schienen zurück. Einen Monat lang war er non-stop unterwegs und bereiste 17 Länder.

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Vernetzt, offen, völkerverbindend

Auch heute gilt mehr denn je: Die europäischen Bahnen verbinden Europa. Seit 50 Jahren lässt sich Europa auf der Schiene erfahren und erleben. Dabei steht Interrail für klimafreundliches, bewusstes Reisen.

Ob jung oder „alt“ – Interrail ist offen für alle: Während anfangs nur Jugendliche unter 21 Jahren mit dem Interrail-Pass reisen durften, nutzen ihn heute alle Altersgruppen. 2021 waren 64 Prozent der Interrailer Jugendliche, 28 Prozent Erwachsene inkl. Kinder und 8 Prozent Senior:innen über 60 Jahre. Heute gilt Interrail in 33 europäischen Ländern einschließlich der Türkei sowie auf Schifffahrtslinien zwischen Italien und Griechenland.