Deutsche Bahn

DB schafft neue Lebensräume für Insekten

Die Deutsche Bahn startet ein neues Projekt für mehr Biodiversität. Bis 2021 will sie Lösungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Flächen entwickeln. Die Erfahrungen dafür sammelt sie in Pilotprojekten.

Die Deutsche Bahn entwickelt Lösungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Flächen. Sie will möglichst viele ihrer Flächen so umgestalten, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge dort ganzjährig Nahrung und Unterschlupf finden. Unterstützt wird sie dabei von der Bodensee-Stiftung, dem Global Nature Fund und dem Institut für lebensbezogene Architektur. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und Teil des EU-Projekts LIFE Boogi-BOP.

Erste Piloten gestartet

Die ersten Piloten des neuen Projekts zum Schutz der Biodiversität sind bereits gestartet: Am Fahrzeuginstandhaltungswerk in Nürnberg hat die DB auf 280 Quadratmetern Blühwiesen gepflanzt, die als Nahrungsquelle für Insekten dienen. Am Kaiserbahnhof in Potsdam gestaltet die DB aktuell eine 1.100 Quadratmeter große Fläche um. Weitere Piloten folgen: Beim 6-Seen-Projekt in Duisburg-Wedau, einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Nordrhein-Westfalens, wird sie die Freiflächen nachhaltig bewirtschaften. Beim Ausbau des ICE-Werks in Rummelsburg werden ebenfalls neue Lebensräume entstehen.

„Wir als Deutsche Bahn leisten unseren Beitrag für den Artenschutz“, sagt Andreas Gehlhaar, Leiter Umwelt bei der DB. „Die Zahl der Insekten in Deutschland ist in den vergangenen Jahren um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Dem wollen, können und müssen wir entgegenwirken.“

Potenzial ist groß

Die Lösungen sollen optimal auf die Umgebung abgestimmt werden und Lebensräume bieten, die regional notwendig sind. Deswegen analysieren die Berater der Bodensee-Stiftung gemeinsam mit Fachleuten der DB jede Fläche individuell. Zusätzlich sollen die Lösungen leicht übertragbar sein. Nur dann können sie auf möglichst vielen Flächen der DB umgesetzt werden.

 „Aufgrund der Vielfalt und Menge der Flächen, die die DB besitzt, ist das Potenzial zur Förderung der Artenvielfalt groß“, sagt Sven Schulz, Projektleiter bei der Bodensee-Stiftung. „Die Bandbreite der Maßnahmen reicht dabei von Nisthilfen für Vögel über das Anlegen von Blühflächen bis hin zur Bepflanzung von Schallschutzwällen. Oftmals können wir aber mit kleinen Veränderungen schon viel erreichen.“

„Grüne Grundstücke“ ist als Nummer 150 nur eine von zahlreichen Maßnahmen, mit denen sich die DB für mehr Artenvielfalt stark macht. Weitere Informationen dazu auf deutschebahn.com/gruen