25 Jahre DB AG

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25 Jahre DB AG

Umweltfreundliche Mobilität für Menschen und Güter: Deutliches Plus bei Personen- und Güterverkehr

25 Jahre nach der Bahnreform und der Gründung der Deutschen Bahn Aktiengesellschaft (DB AG) erleben wir einen starken Trend zur Schiene. Die Menschen sind mobil wie nie, der Güterverkehr wächst. Die DB hat in den nächsten Jahren große Chancen als Teil einer wachsenden Branche und des mit Abstand umweltfreundlichsten Verkehrsträgers


Dr. Richard Lutz

„Seit 1994 hat die Deutsche Bahn vor allem drei Ziele: Mehr Verkehr auf die Schiene bringen, Umwelt und Klima schützen sowie dabei wirtschaftlich erfolgreich sein.
Im Jahr 2017 waren die Verkehrsleistungen, die auf dem Netz der DB erbracht worden sind, im Personenverkehr um 40 Prozent und im Güterverkehr um 80 Prozent höher als 1994.

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender DB AG


Gestartet ist das Unternehmen 1994 als Zusammenschluss zweier hoch defizitärer Staatsbahnen und hat sich in den vergangenen 25 Jahren rasant gewandelt. Die DB bewegt heute Menschen und Güter in mehr als 130 Ländern und beschäftigt über 310.000 Mitarbeiter.

Hier klicken, um zur Chronik zu gelangen.
Vor 25 Jahren (1994): Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU) und DB-Chef Heinz Dürr (v.l.n.r.) mit der Gründungsurkunde der Deutschen Bahn AG
 

Was waren die Ziele der Bahnreform?
Als Ziele der Bahnreform 1994 wurden folgende Punkte formuliert:
Mehr Verkehr auf die Schiene bringen: Das bedeutet zum einen, die Leistungsfähigkeit der Eisenbahnen zu erhöhen und zum anderen den Anteil am Verkehrswachstum zu steigern.
Den Bundeshaushalt nachhaltig entlasten sowie die Belastung für den Bund in berechenbaren Grenzen zu halten.
Einen diskriminierungsfreien Zugang zum Eisenbahnnetz für Privatunternehmen schaffen.
Wo steht die DB AG heute?

Die DB ist ein erfolgreiches internationales Mobilitäts- und Logistikunternehmen. 1994 als integrierter Konzern als Aktiengesellschaft neu gegründet, erwirtschaftete sie im Geschäftsjahr 2017 2,15 Mrd. Euro (EBIT). Der Umsatz stieg von 14,8 Mrd. Euro im Jahr 1994 auf über 42 Mrd. Euro im Jahr 2017. Hauptaktionär der DB AG ist die Bundesrepublik Deutschland.

Im Kerngeschäft Eisenbahn ist die DB Anbieter von Eisenbahnverkehrsleistungen und Betreiber von Infrastruktur. Mehr als 430 konzernexterne Kunden nutzen inzwischen das Schienennetz der DB in Deutschland.

Mit ambitionierten Zielen beim Klimaschutz steht die Bahn für umweltfreundliche Mobilität. Trotz des deutlichen Verkehrswachstums sank der absolute CO2-Ausstoß im Personenverkehr um 64 Prozent gegenüber 1994. Im Fernverkehr ist die DB seit 2018 mit 100% Ökostrom unterwegs. Im Personenverkehr setzt die DB neben Schienen- und Busverkehren auf die intelligente Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln. Mobilitätslösungen von Tür zu Tür vereinfachen den Zugang zum öffentlichen Verkehr.

Die Deutsche Bahn AG hat sich seit ihrer Gründung zahlreiche neue Geschäftsbereiche erschlossen. So wurden 2002 mit DB Schenker und 2010 mit DB Arriva zwei Unternehmenskäufe getätigt, die sich positiv auf das Ergebnis der DB AG auswirken.

Aufnahmen aus 25 Jahren Geschichte der DB AG

Die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zukunft der Schiene sind heute besser denn je: In der Politik besteht eine hohe Bereitschaft, den Verkehrsträger Schiene weiter zu stärken und um die CO2-Emissionsziele des Verkehrssektors zu erreichen, ist eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene Voraussetzung.


Von der Sanierungs- zur Rekrutierungsorganisation

Nach der Bahnreform standen die Zeichen vielerorts auf Sanierung und sozialverträglichem Abbau von Arbeitsplätzen. Inzwischen ist das ganz anders: Spätestens seit 2010 ist die Deutsche Bahn eine Rekrutierungsorganisation und einer der größten Ausbilder des Landes. Allein in 2018 hat der Konzern hierzulande weit über 20.000 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt.

Die Gründe für den anhaltenden Einstellungsboom sind vielfältig. Rund die Hälfte der Belegschaft geht in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Hier wird schlicht nachbesetzt. Gleichzeitig wächst der Konzern und baut zum Beispiel auch Berufsbilder mit neuen IT-Kompetenzen aus.

Rund 500 verschiedene Berufe gibt es bei der DB, ausgeübt von über 200.000 Mitarbeitern in Deutschland. In unserer Portraitreihe stellen wir einige davon vor. Denn ohne sie geht nichts. Sie sind die Gesichter der DB.



Fünf Mitarbeiter-Porträts

Hava Bilge, Zugbegleiterin aus Nürnberg

Hava Bilge, Zugbegleiterin aus Nürnberg

Hava Bilge ist genauso alt wie das Unternehmen, für das sie arbeitet, die Deutsche Bahn. Die Zugbegleiterin mit türkischen Wurzeln und fränkischem Akzent ist eine echte Servicequeen. Sie weiß, wie man Fahrgäste auch bei Verspätungen bei Laune hält. Und hat sogar Guido Maria Kretschmer geholfen, Fashion für die Bahn zu entwerfen. Download: Portrait_Hava_Bilge

Casten Hartwig, Lokführer, Betriebsüberwacher und örtlicher Betriebsleiter in Berlin

Carsten Hartwig, Betriebsüberwacher bei der DB AG

Ohne sein Okay geht im Regionalverkehr in und um Berlin nichts. Züge und Kollegen müssen einer Sicherheitsprüfung standhalten. Aber auch er selbst steigt noch in den Führerstand, seit über 30 Jahren ist er Lokführer aus Leidenschaft. Download: Porträt_Carsten_Hartwig


Michael Hallmann, Nachwuchskräftekoordinator bei der S-Bahn Berlin GmbH

Michael Hallmann, Nachwuchskräftekoordinator bei der S-Bahn Berlin GmbH

Ungefähr 500 Azubis hat Michael Hallmann in seinem Leben ausgebildet, bei über 1.000 war er beteiligt. Warum die Jugendlichen von heute alles andere sind als „trübe Tassen“, warum Digitalisierung auch ein Generationenkonflikt ist und warum er einmal pro Jahr in der Jugendherberge schläft. Download: Portrait_Michael_Hallmann

Mohammad Alkhalaf, Auszubildender zum Elektroniker für Betriebstechnik in Hamburg

Mohammad Alkhalaf, Auszubildender zum Elektroniker für Betriebstechnik in Hamburg

Mohammad Alkhalaf hat im Herbst 2018 eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der Deutschen Bahn begonnen. Kein Wunder, möchte man meinen, hat er doch schon als Jugendlicher seinen ersten PC repariert. Aber der Weg zur Bahn war kein einfacher: Er führte von Syrien über die Türkei und Italien bis nach Hamburg. Download: Portrait_Mohammad_Alkhalaf

Cornelia Kadatz, Bahnhofsmanagerin in Halle (Saale)

Cornelia Kadatz, Bahnhofsmanagerin in Halle (Saale)

Einen Bahnhof managen, „das ist kein Job, das ist eine Aufgabe“. Reisende, Mieter, Verkehrsunternehmen, alle kommen an dieser wuseligen Drehscheibe zusammen. Um sich da Gehör zu verschaffen, braucht man Geschick, die richtigen Worte und manchmal ein Megafon. Cornelia Kadatz hat alles drei. In Sachsen-Anhalt ist sie verantwortlich für 130 Stationen und 60 Mitarbeiter. Download: Portrait_Cornelia_Kadaz