Deutsche Bahn
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Neue Kräne für das DUSS-Terminal München-Riem

Arbeiten für den Austausch der ersten Portalkräne in der 1. Phase erfolgreich abgeschlossen

Update 15.11.2018: Erfolgreicher Abschluss der Umbauarbeiten

(Bodenheim/München, 15. November 2018) Ohne größere Einschränkungen für die Kunden hat die DUSS in diesem Jahr zwei neue Kräne im Terminal München Riem in Betrieb genommen. Über einen Zeitraum von rund 32 Wochen wurden die neuen Kräne aufgebaut und die alten Kränen demontiert. Nun wurde Mitte November auch der zweite Kran in Betrieb genommen. 

Die neuen Portalkräne sind höher und erlauben Kranbewegungen über drei Ladeeinheiten in der Abstellung. Des Weiteren kann ein zusätzliches Gleis mit dem Kran bedient werden. 

Die Arbeiten sind Teil eines umfassenden Reinvestitionsprogrammes für den Standort München. Im nächsten Jahr werden ab Anfang April bis Ende November auch die beiden Kräne des zweiten Terminalmoduls getauscht. „Wir haben die Arbeiten im Zusammenspiel mit DB Netz und dem Kranhersteller in Rekordzeit 'über' dem laufenden Rad und ohne Auswirkungen für unsere Kunden bewerkstelligen können“, freut sich DUSS Geschäftsführer Andreas Schulz.

Über die Fortführung der noch ausstehenden Umrüstarbeiten in 2019 wird die DUSS zeitnah informieren.


Update: 29.05.2018

Im eingebundenen 24-Stunden-Zeitraffervideo kann man einen Eindruck von den Aufbauarbeiten erhalten. Erleben Sie in kurzer Zeit den Ablauf einer ganzen Arbeitswoche auf der Baustelle.

(Bodenheim/München, 21. Mai 2018) Die bereits im November 2017 anlässlich des 25-jährigen Bestehens des DUSS-Terminals München-Riem angekündigten Startvorbereitungen für den Austausch von Portalkränen laufen auf Hochtouren. Nun beginnt die erste Phase der umfangreichen Erneuerung und Modernisierung des Terminals am Rande der bayerischen Landeshauptstadt.

Die seit 1992 in Betrieb befindliche Umschlaganlage für den Kombinierten Verkehr ist mit sechs Portalkränen eine der größten im deutschen Hinterland und hat sich mit mehr als 300.000 umgeschlagenen Ladeeinheiten pro Jahr zu einer wichtigen Drehscheibe sowohl für maritime als auch kontinentale Intermodalverkehre in Europa entwickelt. Doch nun sind vier der sechs Portalkräne an ihre Altersgrenze gekommen, die insgesamt weit über 5 Millionen Hübe geleistet haben. In der ersten Phase werden ab Mai bis Ende 2018 die beiden Kräne der Kranbahn 1 und ab Anfang 2019 die anderen beiden Kräne der Kranbahn 2 ausgetauscht. Hierzu müssen zunächst die neuen Kräne nach und nach montiert werden und die alten abgebaut werden. 

Was so einfach klingt, ist nicht nur ein logistischer Kraftakt. Denn die Anlieferung der Teile für jeden Kran erfolgt über zwei Wochen mit Schwerlasttransporten. Diese Komponenten müssen dann mittels Schwerlastkränen millimetergenau eingepasst und verbunden werden. 
Während der Maßnahmen laufen das Zugprogramm und der Umschlagbetrieb weiter. Dafür benötigt es einer besonderen organisatorischen Steuerung der Projektarbeiten und Abläufe. 

"Wir sind gut gerüstet. Sowohl auf Seiten der DB als auch auf der des Kranherstellers sind erfahrene Spezialisten am Werk", sagt Andreas Schulz, Sprecher der DUSS-Geschäftsführung. "Mit den Eisenbahnunternehmen und Kunden stehen wir im engen Kontakt. Herausforderung ist, den Tausch der Kräne unter dem 'rollenden Rad' vorzunehmen. Wir werden die Verkehre in der Anlage etwas anders verteilen, so dass die Einschränkungen nur gering ausfallen", ist sich Hans Prey, Terminalleiter vor Ort in München, sicher.

Die Ersatzmaßnahmen, die eine Reihe von technischen Upgrades mit sich bringen werden, sollen in 2019 abgeschlossen werden. Die neue Hubhöhe der Kräne berücksichtigt dabei die Entwicklung im Container-Bereich, so dass sich auch die höheren 9,6-Fuß-Container in der Zwischenabstellung besser stapeln lassen. Somit wird eine Vergrößerung des Abstellvolumens erreicht. Das Münchner Projekt bildet hierbei den Startschuss für weitere Modernisierungen in den DUSS-Terminals.  "Sobald München-Riem wieder voll leistungsfähig ist, zieht der Tross weiter nach Hamburg-Billwerder. Viele unserer Anlagen sind jetzt über 25 Jahre alt und in die Jahre gekommen. Die Investitionen in neue Krananlagen stellen sicher, dass wir auch weiterhin produktiv unsere Standorte betreiben können", sagt Schulz.