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Mittelrheintal

Erklärung für mehr Lärmschutz im Mittelrheintal unterzeichnet

Planungen laufen auf Hochtouren • Umsetzung erster Maßnahmen erfolgt im Jahr 2017 • Umrüstung der Güterwagen in Deutschland im Plan

Anlässlich der Sitzung des Beirates „Leiseres Mittelrheintal“ in Lahnstein unterzeichneten das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Deutsche Bahn eine Absichtserklärung zur Finanzierung von zusätzlichen lärmmindernden Maßnahmen im Mittelrheintal. Damit ist der Weg frei, für den Abschluss von  Finanzierungsvereinbarungen von knapp 63 Millionen Euro.

 „Unser Ziel ist es, den Schienenlärm spürbar zu reduzieren. Wir investieren in effektive, zusätzliche Lärmsanierungsmaßnahmen, um die Anwohner an den besonders belasteten Strecken im Mittelrheintal besser zu schützen und die Akzeptanz für den Schienenverkehr zu erhöhen“, so Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im BMVI.

Die Planungen für die Umsetzungen der Maßnahmen laufen bereits seit mehreren Monaten, so dass im neuen Jahr erste Projekte realisiert werden können. Die Vereinbarung mit den Ländern dient auch als Modell für mehr Lärmschutz in anderen Regionen wie beispielsweise dem Inn- oder Elbtal.

 „Mit der heute gezeichneten Erklärung haben wir einen weiteren Meilenstein für mehr Lärmschutz im Mittelrheintal erreicht. Wir freuen uns, dass die Finanzierungsgeber sich nun auch formal verpflichten, die Maßnahmen zu finanzieren“, erklärte Ines Jahnel, Lärmschutzbeauftragte der Deutschen Bahn und Vorsitzende des Beirates. „Wir führen die Planungen mit Nachdruck weiter, um die Maßnahmen bald möglichst umzusetzen. Unser Ziel ist es, das Gesamtpaket bis spätestens 2021 zu realisieren“.

Insgesamt rund 50 Lärmschutzmaßnahmen werden den Schienenverkehrslärm im Weltkulturerbebereich des Mittelrheintals weiter reduzieren. Zum Einsatz kommen unter anderem Schienenstegdämpfer und Lärmschutzwände.  Die Planungs- und Baukosten belaufen sich auf knapp 63 Millionen Euro, die Länder übernehmen einen Anteil von rund 9,6 Millionen Euro. Hinzu kommen knapp zehn Millionen Euro der DB für das Schleifen von Schienen und verschiedene Aufwendungen bei der Instandhaltung.

Neben den Maßnahmen an den Strecken wird vor allem die Umrüstung der Güterwagen auf moderne Bremssohlen den Lärm verringern. Bis Ende des Jahres wird DB Cargo die Hälfte und bis 2020 alle Güterwagen in Deutschland mit neuer Bremstechnik ausgestattet haben. Eine Gesetzesinitiative des BMVI sieht vor, laute Güterwagen ab dem Fahrplanwechsel 2020/21 zu verbieten.