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3. Informationsveranstaltung „I-LENA“: Treffen der Projektbeteiligten in Frankfurt

Im Fokus der Veranstaltungen standen der aktuelle Stand des Projektes, Fragen zur Zulassung innovativer Technologien sowie erste Erfahrungsberichte der Messfirmen und der Hersteller.

Die beiden Vertreter der Projektträger, Dr. Jens Klocksin (BMVI) und Wolfgang Bohrer (DB Netz AG) betonten in ihren Grußworten die Notwendigkeit weiterer Innovationen beim ortsfesten Lärmschutz. Zentraler Punkt von I-LENA sei, dass das Maßnahmenportfolio, das heute im Wesentlichen den Bau von Lärmschutzwänden aus Aluminium vorsieht, durch weitere Technologien ergänzt wird. Dies sorgt für mehr Akzeptanz der Anwohner insbesondere in Ortslagen, in den städtebauliche Aspekte eine große Rolle spielen. Darüber hinaus verwies der Vertreter des BMVI darauf, dass auf Basis des aktuellen Koalitionsvertrages an weiteren Forschungsprogrammen gearbeitet werde.

Zum aktuellen Stand von I-LENA berichtete der Projektleiter Dominik Böcker, DB Netz AG. Von den derzeit 29 Maßnahmen die zur Erprobung anstehen sind sechs Maßnahmen installiert und erste Messung durchgeführt worden. Im nächsten Jahr sollen alle weiteren Maßnahmen an den Testrecken München-Regensburg und Berlin-Cottbus folgen. Die mit den Messungen für die bereits eingebauten Technologien beauftragten Ingenieurbüros ACCON und Möhler und Partner informierten die Teilnehmer über ihre ersten Erfahrungen. So habe man an einer Teststrecke auf stark variierende Durchfahrtsgeschwindigkeiten der Züge reagieren sowie Witterungseinflüsse berücksichtigen müssen. Zur wichtigen Frage, wie die Innovation an die Strecke kommen, referierten Michael Ziegert vom Eisenbahn-Bundesamt und Jens Müller von der DB Netz AG. Im Fokus stand die Anerkennung der Technologie in der Berechnungsvorschrift „Schall03“ sowie Fragen der technischen Anerkennung durch die DB Netz AG.

Besonderes Interesse galt dem Erfahrungsbericht eines Herstellers. Die Firma Kraiburg STRAIL berichtete über die von ihr entwickelte Mini-Schallschutzwand STRAILastic_mSW, die auf der Strecke München-Regensburg eingebaut wurde. Andreas Herder verwies unter anderem darauf, dass Programme wie I-LENA wichtig seien, um auch mittelständische Firmen bei der Entwicklung von Innovationen zu unterstützen. Wünschenswert sei allerdings, dass die finanzielle Hilfe schon deutlich früher im Projekt einsetze.