Im Skydeck entwickeln Mitarbeiter die Zukunft der Bahn

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Im Skydeck entwickeln Mitarbeiter die Zukunft der Bahn

Bilanz aus drei Jahren Innovationsprogramm: 200 Teilnehmer, 40 geförderte Ideen, sechs neue Einheiten

Im Skydeck entwickeln Mitarbeiter die Zukunft der Bahn

Hörende Rolltreppen, ein virtueller ICE und intelligente Sprachassistenten – dahinter verbergen sich Lösungen, die DB-Mitarbeiter im zehnwöchigen Innovationsprogramm „Skydeck Accelerator“ entwickelt haben. Angesiedelt ist das Programm im Innovationslabor Skydeck im 30. Stock des Silberturms im Frankfurter Bahnhofsviertel, dem Sitz der IT-Tochter der Deutschen Bahn, DB Systel. Der Ausblick auf den Frankfurter Hauptbahnhof und die ein- und ausfahrenden Züge zeigt, woran hier gearbeitet wird: neue Services für die Reisenden und Innovationen für das Kerngeschäft der DB, den Bahnbetrieb.   

Mehr als 200 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der DB haben bereits teilgenommen. Insgesamt wurden rund 40 Ideen gefördert. Mit Erfolg: Sechs sogenannte Ventures arbeiten inzwischen wie interne Startups unter dem Dach der DB Systel an ihren Lösungen.  

Prototyp und Geschäftsmodell, die überzeugen

In zehn Wochen entwickeln Mitarbeiter einen ersten Prototyp aus ihrer Idee. Erfahrene Mentoren unterstützen die Teams, etwa wie sich das Produkt sinnvoll vermarkten lässt. Unter anderem stehen Workshops, zum Beispiel zu Design Thinking oder Geschäftsmodellentwicklung auf dem Programm. Den Abschluss bildet der sogenannte Demo Day. Dort präsentieren die Teams ihre Ergebnisse. Im Dezember 2016 startete der Skydeck Accelerator in die erste Runde. 

Selbst entwickelte VR-Trainings sind fester Bestandteil von Aus- und Weiterbildung bei der DB

Auch die Idee, DB-Mitarbeiter mithilfe der VR-Brille zu schulen, entstand im Skydeck Accelerator. Das Team hat eine Virtual-Reality-Schulungsumgebung für die DB entwickelt, die schrittweise durch neue Trainings ergänzt wird. Die DB hat die VR-Schulungen jetzt als festen Bestandteil in die Aus- und Weiterbildung von Eisenbahnern in technischen Berufen integriert. So können Mitarbeiter zum Beispiel im neuen Trainingszentrum in Köln-Dellbrück virtuell Wagen kuppeln oder den Stromabnehmer eines ICE reparieren. Weitere Anwendungen sind in der Entwicklung. Bundesweit sollen 14 Trainingszentren der Bahn mit mobiler VR-Technik ausgestattet werden.  

Foto: DB AG

Das Üben mit VR-Technik kommt für viele Berufe infrage, etwa für Fahrdienstleiter, Wagenmeister, Triebfahrzeugführer und Elektroniker der Betriebstechnik. So können auch die 28 Handgriffe für das Ausfahren des Hublifts des neuen ICE 4 am virtuellen Zug geübt werden. Mit diesem können Rollstuhlfahrer sicher in den Zug gehoben werden. Rund 2.000 Bordservice-Mitarbeiter haben die VR-Kurse bereits besucht. Das ersetzt die Schulung am realen Objekt zwar nicht vollständig, aber das Lernen geht einfacher und schneller.