Artikel: Diversity Dimensionen.
Diversity bei der DB steht für Vielfalt der Geschlechter und geschlechtlichen Identitäten, Generationen, sozialen Herkünfte, ethnischen Herkünfte und Nationalitäten, Religionen, psychischen und psychischen Fähigkeiten, sexuellen Orientierungen genauso wie für Vielfalt der Perspektiven, Kompetenzen und Berufserfahrungen. Schließlich ist die Belegschaft der DB über die Kerndimensionen von Diversity hinaus vielseitig im Denken, Wahrnehmen und Bewerten. Wir sprechen an dieser Stelle auch von „Diversity of Minds“.
Diversity Dimensionen im Überblick
Geschlecht: Mit gemischten Teams zum Erfolg
Bis Ende 2035 soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen konzernweit auf mindestens 40 % erhöht werden. Als Zwischenziel wurden 35 % bis 2029 festgelegt. Langfristig bekennt sich die DB zur gleichberechtigten Teilhabe. Dazu werden Maßnahmen ergriffen, um den Frauenanteil im Unternehmen und insbesondere in Führungspositionen zu erhöhen. Gefördert werden Rollenvielfalt, geschlechterunabhängige Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie geschlechtersensibles Denken, Kommunizieren und Handeln. Denn Geschlechtergerechtigkeit ist nicht verhandelbar und zugleich eine wesentliche Voraussetzung für den Unternehmenserfolg.
Für einen nachhaltigen Kulturwandel sind konkrete Maßnahmen erforderlich. Dazu zählen das verbindliche Engagement aller Führungskräfte für Geschlechtergerechtigkeit – unabhängig vom eigenen Geschlecht – sowie die geschlechtergerechte Ausgestaltung sämtlicher HR-Instrumente und -Prozesse: vom Recruiting über Entwicklung und Beförderung bis hin zu den Beschäftigungsbedingungen. Ein zentraler Bestandteil ist zudem die Entgeltgleichheit. Der DB-Konzern setzt auf eine faire, leistungsgerechte und diskriminierungsfreie Vergütung für alle Mitarbeitenden und überprüft diese regelmäßig.
Flexible, lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle verbessern die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Dazu zählen Teilzeit, Urlaubswahlmodelle, Wunschschichten, Wo-du-willst-Jobs, Jobsharing, Homeoffice, mobiles Arbeiten aus dem Ausland und Sabbaticals. Ebenso wichtig sind die individuelle Karriereförderung und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Mit Initiativen wie dem DB-Weltfrauenmonat setzt die DB ein deutliches Zeichen für gleichberechtigte Teilhabe. Ergänzend werden die Einstellungszahlen quartalsweise ausgewertet, um Handlungsfelder und Potenziale frühzeitig zu erkennen.
Themen wie sexuelle Belästigung werden bei der DB direkt angegangen: Die Ombudsstelle sowie das Bedrohungsmanagement sind Anlaufstellen für alle Ratsuchenden, die im privaten oder beruflichen Kontext eine bedrohliche oder diskriminierende Situation wahrgenommen haben.
Ende des Expander-InhaltesGeneration: Gemeinsam den Wechsel meistern
Die DB befindet sich mitten im Generationenwechsel. Mit dem Eintritt zahlreicher Mitarbeitender in den Ruhestand drohen wertvolles Fachwissen, langjährige Erfahrungen und gewachsene Netzwerke verloren zu gehen. Dieses Wissen gilt es gezielt zu sichern und weiterzugeben. Zugleich bereichern viele neue, häufig jüngere Mitarbeitende das Unternehmen mit zusätzlichen Kompetenzen und vielfältigen Perspektiven. Der Wandel verändert damit auch die Bedürfnisse der Belegschaft.
Ein systematisches Generationenmanagement stärkt die Position der DB als attraktive Arbeitgeberin und erschließt die Potenziale altersgemischter Teams. Es schafft die Voraussetzungen für generationenübergreifende Wertschätzung, Wissenstransfer und langfristige Mitarbeitendenbindung. Auch Menschen über 50 sind bei der DB ausdrücklich willkommen: Ihre umfassende Berufs- und Lebenserfahrung sowie ihr fachspezifisches Wissen tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. Im Konzern arbeiten Menschen aus vier Generationen zusammen.
Ende des Expander-InhaltesSoziale Herkunft: Bei der DB ist jede:r willkommen
Bei der DB erhalten alle Bewerbenden und Mitarbeitenden die gleichen Chancen – unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen Hintergrund. Denn in Deutschland beeinflussen Bildungsstand, Beruf und Einkommen der Eltern noch immer maßgeblich den beruflichen Werdegang. Verschiedene Projekte und Maßnahmen wirken dieser Benachteiligung gezielt entgegen. So beginnt der Auswahlprozess in der Regel mit einem Telefoninterview. Dadurch stehen zunächst die fachlichen Inhalte im Mittelpunkt, während äußere Merkmale wie Kleidung oder Gestik keine Rolle spielen.
Das Mitarbeitendennetzwerk Arbeiterkind@DB stärkt das Bewusstsein für soziale Herkunft und die damit verbundenen Herausforderungen. Engagierte Mitarbeitende, die selbst einen sozialen Aufstieg erfahren haben oder sich auf diesem Weg befinden, bringen ihre Perspektiven, Erfahrungen und ihre Expertise in das Netzwerk ein.
Bildungsweg, Beruf, Freizeitinteressen sowie die Art, sich zu kleiden, auszudrücken und aufzutreten, werden wesentlich durch das Elternhaus geprägt und können spätere Aufstiegschancen beeinflussen. Auch in Vorstellungsgesprächen wirken solche Faktoren mitunter unbewusst – etwa wenn von Bewerbenden eine bestimmte Bildungssprache erwartet wird. Dadurch können einseitige Entscheidungen entstehen, die dem Unternehmen wertvolle Potenziale vorenthalten. Studien zeigen, dass soziale Bildungsaufsteigende häufig über ausgeprägte Widerstandskraft, hohe Anpassungsfähigkeit und klare berufliche Ziele verfügen. Zudem handeln sie lösungsorientiert und bringen oftmals ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen mit.
Ende des Expander-InhaltesPhysische und psychische Fähigkeiten: Stärken sehen
Menschen unterscheiden sich in ihren physischen und psychischen Eigenschaften, Fähigkeiten und individuellen Grenzen. Bei der DB stehen deshalb nicht Einschränkungen, sondern die Stärken und Potenziale der Mitarbeitenden im Mittelpunkt.
Tätigkeiten im Bahnbetrieb können besondere Anforderungen mit sich bringen. Aus Sicherheitsgründen gelten etwa für Lokführer:innen, Fahrdienstleiter:innen und Zugbegleiter:innen erhöhte körperliche und psychische Voraussetzungen. Technische Hilfsmittel haben in den vergangenen Jahren jedoch dazu beigetragen, deutlich mehr Menschen den Zugang zu Eisenbahnberufen zu ermöglichen.
Gezielt beschäftigt die DB Menschen mit unterschiedlichen physischen und psychischen Fähigkeiten. In den vergangenen Jahren lag die Schwerbehindertenquote im Konzern zwischen fünf und sieben Prozent und damit über der gesetzlichen Pflichtquote.
Im Mittelpunkt des Mitarbeitendennetzwerks NeuroDiversity stehen die Potenziale neurodivergenter Menschen und die damit verbundenen Chancen für das Unternehmen. Mit den Erfahrungen und der Expertise seiner Mitglieder unterstützt es zugleich das Diversity Management.
Prävention und Inklusion stärkt der Bereich „Gesundheit und Soziales“. Gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen schafft das Betriebliche Gesundheitsmanagement und unterstützt Beschäftigte bei gesundheitsbewusstem Handeln. Über die MUT-Hotline von ICAS erhalten DB-Beschäftigte rund um die Uhr anonyme, kostenfreie Beratung durch qualifizierte Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen – auch in Ausnahmesituationen und bei persönlichen Sorgen. Ergänzend sichert das Betriebliche Eingliederungsmanagement die Arbeitsfähigkeit und eröffnet möglichst schnell passende berufliche Perspektiven, in die Mitarbeitende ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen können.
Ende des Expander-InhaltesSexuelle Orientierung: Liebt, wen ihr wollt!
LGBTIQ* steht für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Menschen. Die DB fördert eine Unternehmenskultur, die von Vertrauen und Respekt geprägt ist und allen Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität gleiche Anerkennung und Chancen bietet. Offene wie verdeckte Diskriminierung hat dabei keinen Platz.
Informations- und Beratungsangebote, ganzjährige Aktionen sowie das Engagement des Mitarbeitendennetzwerks railbow schaffen Aufmerksamkeit, vermitteln Wissen und fördern ein wertschätzendes Miteinander. Seit 2022 können Mitarbeitende ihre Unternehmensbekleidung unabhängig von biologischem Geschlecht oder geschlechtlicher Identität frei wählen. Diese Regelung stärkt insbesondere die LGBTIQ*-Community und setzt ein deutliches Zeichen für Offenheit, Vielfalt und individuelle Selbstbestimmung.
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Religion: Jede:r glaubt einziganders
Ostern, Zuckerfest oder Ramadan: Religiöse Feiertage prägen auch den Arbeitsalltag bei der DB. Ein Vielfaltskalender in digitaler und gedruckter Form informiert über wichtige Fest- und Gedenktage verschiedener Religionen und unterstützt einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen und kulturellen Prägungen.
Religiöse Regeln und Gepflogenheiten erfordern Verständnis und gegenseitigen Respekt; kulturelle Coachings fördern beides und stärken einen sensiblen Umgang. In Abstimmung mit den zuständigen Ansprechpersonen können zudem konfessionsübergreifende Gebetsräume entstehen. Einen hohen Stellenwert hat die Erinnerungskultur: Seit vielen Jahren setzt sich die DB kritisch mit ihrer Geschichte auseinander und erinnert an die Beteiligung der Deutschen Reichsbahn an den Verbrechen des NS-Regimes sowie an deren Opfer.
Sichtbare Zeichen sind das Mahnmal „Gleis 17“ am Bahnhof Berlin-Grunewald, das an den Ausgangspunkt systematischer Deportationen erinnert, und die Dauerausstellung „Die Deutsche Reichsbahn im Nationalsozialismus“ im DB Museum Nürnberg. Zudem unterstützt die DB die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und gehört dem Deutschen Freundeskreis Yad Vashem an.
Unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen begegnet die DB mit Wertschätzung – ob buddhistisch, christlich, hinduistisch, jüdisch, muslimisch oder anders geprägt. Im Arbeitsalltag treffen vielfältige Hintergründe aufeinander. Orte der Stille, ein vielfältigeres Kantinenangebot und gezielte Sensibilisierungsmaßnahmen fördern Verständnis, Respekt und ein gutes Miteinander.
Ende des Expander-InhaltesEthnische Herkunft: Von Interkulturalität bis zum Einsatz gegen Rassismus
Bei der DB arbeiten Menschen aus mehr als 100 Nationen. Ihre vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven eröffnen wertvolle Potenziale und fördern die Entwicklung innovativer Lösungen und Produkte. Das Mitarbeitendennetzwerk DB Cultures unterstützt diesen Austausch, bringt internationale Erfahrungen zusammen und stärkt so die interkulturelle Zusammenarbeit.
Entscheidend ist, die Potenziale unterschiedlicher ethnischer Herkünfte und Nationalitäten gezielt zu nutzen. So entstehen Synergien über Team- und Organisationsgrenzen hinweg. Vielfältige Sprach- und Kulturkenntnisse können zudem den Zugang zu neuen Märkten und Kund:innenkreisen eröffnen. Gegenseitiges Lernen schafft damit wichtige Impulse für neue Geschäftsfelder.
Die DB engagiert sich aktiv gegen Rassismus. Seit dem Jahr 2000 haben sich mehr als 13.000 DB-Auszubildende und dual Studierende am jährlichen Wettbewerb „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt – Gemeinsam für ein tolerantes und respektvolles Miteinander“ beteiligt. Mit kreativen, ganzjährigen Projekten setzen sie ein klares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung. Das Mitarbeitendennetzwerk BIPoC on Track bereichert die antirassistische Arbeit des Diversity Managements zusätzlich mit wichtigen Perspektiven, Erfahrungen und fachlicher Expertise.
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