Im Dienst von Demokratie und Diktatur

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Diese Bahn bewegt Deutschland. Jeden Tag.

Eine Bahn. Verlässlich. Für alle Menschen.

Die Deutsche Bahn startet neu.

Wir machen unsere Strukturen schlanker und leistungsfähiger. Wir stärken die Macher vor Ort, die dafür sorgen, dass Züge fahren und Menschen ankommen. Erste Veränderungen sind spürbar – im Betrieb, am Bahnhof und im Zug.Nicht alles wird gleich perfekt sein. Der konsequente Weg zählt. „Neu startet heute“ steht dafür. Wir bauen eine bessere Bahn. Jeden Tag.Die Sanierung braucht Zeit. Deshalb setzen wir drei Sofortprogramme um – für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen, mehr Komfort im Fernverkehr und eine bessere Kundenkommunikation.

Mit noch saubereren Zügen und einer verlässlicheren Bordgastronomie macht die DB Zugreisen für Fahrgäste spürbar angenehmer und attraktiver. Dafür investiert der Fernverkehr der DB im Jahr 2026 zusätzlich rund 20 Millionen Euro.

Die DB informiert Kund:innen vor und während ihrer Reise zukünftig noch besser – sowohl im Zug, am Bahnhof als auch auf den digitalen Auskunftskanälen.

Für unsere Fahrgäste und Besucher:innen erhöht die DB die Sicherheit und verbessert die Sauberkeit an Top-Bahnhöfen sowie an Bahnhöfen in der Fläche. Außerdem gestaltet die DB mehr Stationen zu Zukunftsbahnhöfen um.

In der Weimarer Republik wird schließlich die Deutsche Reichsbahn gegründet. Wegweisende Entwicklungen wie die „fliegenden Züge“ oder die Einführung eines eigenen Telefonnetzes fallen in diese Zeit. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird die Reichsbahn in wenigen Jahren zu einem Werkzeug der Diktatur.

1920 geht in Deutschland das Zeitalter der Länderbahnen zu Ende. An ihre Stelle tritt zum ersten Mal ein nationales Eisenbahnunternehmen, die Deutsche Reichsbahn. Mit Inkrafttreten eines „Staatsvertrages über den Übergang der Staatseisenbahnen auf das Reich“ werden die vormals acht Staatseisenbahnen einheitlich verwaltet. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg ordnet die Weimarer Republik mit ihrer demokratisch gewählten Regierung das Eisenbahnwesen neu. Die Deutsche Reichsbahn beschäftigte 1920 über eine Million Menschen und ist damit der größte Arbeitgeber.

1924 bekommt die Deutsche Reichsbahn eine neue Geschäftsgrundlage. Sie wird in eine kaufmännisch geführte Betriebsgesellschaft umgewandelt. Ziel der Reform ist es, Gewinne zu erwirtschaften und die Reichsbahn für die Bezahlung eines Großteils der Reparationsschulden des Ersten Weltkrieges zu verpflichten. Die "Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft“ erhält die Betriebsrechte an den Anlagewerten, die sie instand halten und weiterentwickeln muss. Die Geschäftsführung verantwortet ein Verwaltungsrat, dem keine Mitglieder der Regierung und der Parlamente angehören dürfen.

1930 kauft die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft den Spediteur Schenker. Die Firma mit Sitz in Wien und Zweigstellen in der ganzen Welt ist mit dem Logistikgeschäft groß geworden. Die Reichsbahn verbindet mit dem Kauf die Hoffnung, von dem weltweit wachsenden Güterverkehr zu profitieren.

1937 ist die Reichsbahn vollständig in den nationalsozialistischen Staat integriert. Die „Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft“ wird juristisch aufgelöst und wieder in „Deutsche Reichsbahn“ umbenannt. Durch gezielte Entlassungen und umfassende Eingriffe in die Unternehmensstruktur war die "Gleichschaltung" bereits zuvor praktisch vollzogen worden. Der Generaldirektor der Reichsbahn nimmt in Personalunion das Amt des Reichsverkehrsministers war. Die Einordnung in das Regime bedeutet auch die unmittelbare Beteiligung des Staatsbetriebs an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Deportationen von Millionen Menschen in die Konzentrations- und Vernichtungslager des nationalsozialistischen Regimes wären ohne die Reichsbahn nicht möglich gewesen.