Mit dem Elektrobus von Tür zu Tür

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    Ein hellblauer Stadtbus steht an einer Straße mit herbstlichen Bäumen im Hintergrund
    Ende des Sliders

    Die Deutsche Bahn hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bis 2040 auf Net-Zero zu reduzieren. Dieses Ziel wurde mit einem Umsetzungsplan hinterlegt und durch die renommierte und unabhängige Science Based Target initiative (SBTi) bestätigt. Auf dem Weg zu Net-Zero setzt die DB bei ihrer Dekarbonisierungsstrategie unter anderem auf den Einsatz alternativer Antriebe – auch auf der Straße. So kommen an verschiedenen Standorten in Deutschland Elektrobusse zum Einsatz.

    Elektrobusse im Liniennetz Frankfurt

    In Frankfurt am Main setzt die DB Elektrobusse ein und stellt zugleich die erforderliche Ladeinfrastruktur bereit. Gemeinsam mit DB Energie hat DB Regio dafür im Industriepark Höchst einen Busbetriebshof gebaut. Dort können die E-Busse mit Strom aus erneuerbaren Energien aufgetankt werden. Die Fahrzeuge sind im Auftrag der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ im Frankfurter Westen unterwegs. 

    Mit einer Reichweite von rund 200 Kilometern ist ein Zwischenladen auf der täglichen Route in der Regel nicht erforderlich. Die Busse werden nachts nach Betriebsschluss aufgeladen. Der entsprechende Ökostrom soll über eine Solaranlage auf dem Dach des Betriebshofs bezogen werden.

    Busbetriebshof mit mehreren parkenden Bussen
    Elektrobusflotte auf dem Betriebshof in Frankfurt am Main

    Elektrobusse für Schleswig-Holstein

    In Schleswig-Holstein sind elektrische Niederflurbusse bei der DB-Tochter Autokraft in Bad Segeberg, St. Peter Ording, Heide/Meldorf und Eutin im Einsatz. Die barrierefreien Busse bieten USB-Anschlüsse an allen Sitzplätzen, ausgewiesene Plätze für mobilitätseingeschränkte Menschen, offene Sondernutzungsflächen für Rollstuhl, Kinderwagen und Fahrrad sowie beleuchtete Haltewunschtaster mit Blindenschrift. Gefördert werden die Busse aus öffentlichen Mitteln des Bundes.

    Elektrisch unterwegs in Bayern

    In Berchtesgaden setzt die DB Elektrobusse auf der Kehlsteinlinie ein. Die Fahrzeuge der DB-Tochter Regionalverkehr Oberbayern (RVO) bewältigen auf dieser Strecke einen Höhenunterschied von rund 700 Metern bis zur Endhaltestelle auf über 1.800 Metern. Die Busse können beim Bremsen und Bergab-Fahren einen Teil der Bewegungsenergie zurückgewinnen und damit ihre Akkus wieder aufladen. 

    Die Busflotte betreibt RVO im Auftrag des Zweckverbandes Erlebnis Berchtesgaden. Am Betriebshof in Bischofswiesen wurde dafür gemeinsam mit DB Energie die entsprechende Ladeinfrastruktur samt Trafostation installiert.

    Schwarz-roter Linienbus der DB mit Ziel Kehlstein an Haltestelle
    Elektrischer Bus der Kehlsteinlinie in Berchtesgarden

    Weitere Elektrobusse sind auch in Bad Tölz und im Allgäu in Oberstdorf unterwegs. Dafür hat DB Energie beispielsweise in Bad Tölz eigene Ladesäulen errichtet. Mit dem Einsatz der neuen Busse sammelt die DB Erfahrungen in Sachen Elektromobilität auch für künftige Ausschreibungen.

    Elektrischer Nahverkehr in Bocholt

    DB Regio Bus Nordrhein-Westfalen betreibt gemeinsam mit Stadtbus Bocholt einen vollelektrisch angetriebenen Bus im regionalen Stadtverkehr. Der Bus der Firma EBUSCO wird mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben und kann rund 220 Kilometer ohne Zwischenladung zurücklegen. Aufgetankt wird in der Nacht. Eine Wärmepumpe kühlt den Bus im Sommer und heizt den Innenraum im Winter.

    Ein hellblauer Stadtbus steht an einer Straße mit herbstlichen Bäumen im Hintergrund
    Ein elektrischer Bus auf der Straße in Bocholt