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13. März 2026, 12:00 Uhr
München

Am Freitag, 13.03.2026, wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz der Beginn der Informationskampagne „Sicher unterwegs“ verkündet. Sie soll über Sicherheitseinrichtungen an Bahnhöfen, in Bussen und Bahnen sowie über wichtige Verhaltenshinweise informieren.

Informationskampagne "sicher unterwegs"
Informationskampagne "sicher unterwegs"
Quelle: Polizeipräsidium München
Bei der Vorstellung der Informationskampagne "sicher unterwegs" (v.l.n.r.): Polizeipräsident Thomas Hampel, Polizeipräsidium München | Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern und Chef der S-Bahn München | Leitender Polizeidirektor Steffen Quaas, Bundespolizeiinspektion München | MVG-Chef Ingo Wortmann

München ist die sicherste Großstadt Deutschlands. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, mehr als halb so gering ist, wie in anderen Großstädten wie Berlin, Frankfurt oder Hamburg

Doch trotz der objektiv hohen Sicherheit können Menschen den öffentlichen Raum als unsicher empfinden – so auch in Verkehrsmitteln, in Bahnhöfen oder auf den Wegen von und zu Haltestellen. Dieses Gefühl kann bereits durch Alltagssituationen entstehen, beispielsweise durch laute Pöbeleien oder alkoholisierte Personen. Solche Erlebnisse können das Sicherheitsgefühl sogar dann beeinträchtigen, wenn man selbst nicht direkt betroffen ist.

Auf Initiative des Polizeipräsidiums München zusammen mit der MVG in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und der Deutschen Bahn wurden Lösungen erarbeitet, um das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Personennahverkehr zu stärken.

Über den Notruf 110 erreicht man die Polizei rund um die Uhr – und der Streifenwagen ist in dringenden Fällen im Schnitt nach vier Minuten vor Ort

Neben Beamtinnen und Beamten der Münchner Polizei sowie der Landes- und Bundespolizei sind jeden Tag rund 200 Sicherheitskräfte von MVG und DB in Zügen und an Bahnhöfen im Großraum München präsent. 

Zusätzlich steht das Service- und Fahrpersonal der beiden Unternehmen als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Zudem können die Fahrgäste in den U- und S-Bahnen jederzeit per Sprechstelle an den Türen Kontakt mit dem Fahrpersonal aufnehmen oder gezielt mitreisende Fahrgäste ansprechen und um Unterstützung bitten.

An allen U-Bahnhöfen stehen außerdem mindestens zwei rote Notrufsäulen am Bahnsteig und eine im Zwischengeschoss bereit. Per Knopfdruck kann ein Notruf oder Inforuf direkt in die MVG Leitstelle abgesetzt werden. Über die in den Stelen verbauten Kameras hat das Personal in der Leitstelle die Situation live im Blick. An den Notrufsäulen sind auch der Nothalt, mit dem der Zugverkehr gestoppt werden kann, ein Feuerlöscher sowie pro Bahnhof mindestens ein Defibrillator zu finden. 

Und schließlich sorgen insgesamt mehr als 15.000 Kameras an Bahnhöfen und Haltestellen sowie in Bussen, Trambahnen, S- und U-Bahnen von MVG bzw. DB für zusätzliche Sicherheit und im Falle von Straftaten eine beweiskräftige Strafverfolgung.

Mit der Kampagne „Sicher unterwegs“ informieren die Partner ab sofort auf Monitoren in den U- und S-Bahnen und an den jeweiligen Bahnhöfen über wichtige Verhaltenstipps und vorhandene Sicherheitseinrichtungen Auch die jeweiligen-Media-Kanäle informieren vertieft zum Thema Sicherheit. 

Der Start von „Sicher unterwegs“ ist nur der Auftakt. In den nächsten Monaten werden weitere Inhalte auf den Monitoren, bei Social Media und auf den Internetseiten der Partner veröffentlicht, etwa zum Thema Zivilcourage. Aktionen und Veranstaltungen werden die Kampagne zudem begleiten.

Polizeipräsident Thomas Hampel, Polizeipräsidium München: 

„Sicherheit ist ein Gemeinschaftsprojekt, sowohl mit den hier Beteiligten, als auch gesamtgesellschaftlich. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Menschen nicht nur sicher sind, sondern sich auch so fühlen. Unsere Botschaft an die Bürgerinnen und Bürger ist klar: Wir sind für Sie da!“ (#wirfürEuch)

Ingo Wortmann, MVG-Chef: 

„Die öffentlichen Verkehrsmittel sind ein Teil des öffentlichen Raums. Unsere U-Bahnhöfe und Verkehrsmittel verfügen durchgängig über Sicherheitseinrichtungen: Notrufsäulen, Sprechstellen, Sicherheitspersonal und Kameras. Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass diese möglichst hell beleuchtet und die Zuwegungen übersichtlich sind. Nicht alle wissen das. Das nehmen wir daher sehr ernst und schaffen mit der Kampagne ‚Sicher unterwegs‘ mehr Aufklärung darüber. Es freut mich, dass wir mit dem Polizeipräsidium München, der Bundespolizei und der Deutschen Bahn dieses wichtige Thema gemeinsam vorantreiben, um den Fahrgästen ein gutes Gefühl zu geben, bei uns einzusteigen. Gleichzeitig ist uns die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wichtig. Wir prüfen unter anderem den Einsatz von Bodycams.“

Leitender Polizeidirektor Steffen Quaas, Bundespolizeiinspektion München: 

„Gerade im öffentlichen Personenverkehr ist es wichtig, dass sich die Menschen sicher fühlen – unabhängig von Tageszeit oder Route. Die Bundespolizei ist gemeinsam mit unseren Partnern täglich in Zügen und Bahnhöfen präsent. Mit der Kampagne ‚Sicher unterwegs‘ wollen wir zeigen: Hilfe ist schnell erreichbar, sei es durch uniformierte Einsatzkräfte, Sicherheitspersonal oder technische Notrufmöglichkeiten. Zögern Sie nicht, diese Angebote zu nutzen – wir sind da, wenn Sie uns brauchen.“

Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern und Chef der S-Bahn München: 

„Die S-Bahn ist ein sicheres Verkehrsmittel. Damit das so bleibt, erhöhen wir mit unserem bundesweiten DB Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen die Präsenz von DB Sicherheit und bauen die Videoüberwachung aus. Saubere, übersichtliche Fahrzeuge sowie mehr Reinigung und schnellere Reparaturen an Bahnhöfen sorgen dafür, dass sich unsere Fahrgäste sicher und wohl fühlen. Mit ‚sicher unterwegs‘ machen wir gemeinsam mit MVG, Bayerischer Polizei und Bundespolizei unser Engagement für Sicherheit im Münchner ÖPNV sichtbar und informieren, wie unsere Fahrgäste im Ernstfall handeln können. Am Herzen liegt uns aber auch die Sicherheit unserer Mitarbeitenden, denen wir künftig Bodycams anbieten wollen. Unsere Fahrkartenkontrolleure sind außerdem immer in Teams unterwegs und werden intensiv geschult.“

U-Bahn-Wache der MVG, die Münchner Polizei, die Bundespolizei und DB Sicherheit
U-Bahn-Wache der MVG, die Münchner Polizei, die Bundespolizei und DB Sicherheit
Quelle: SWM/MVG
Im Einsatz für einen sicheren ÖPNV in und um München: Die U-Bahn-Wache der MVG, die Münchner Polizei, die Bundespolizei und DB Sicherheit (von links nach rechts).

Auf diesen Kanälen finden sich Inhalte von "sicher unterwegs" wieder:

Polizeipräsidium München

Bundespolizeiinspektion München

Münchner Verkehrsgesellschaft:

Deutsche Bahn / S-Bahn München:

23. Februar 2026, 11:00 Uhr
Nürnberg
Moderne Ultraweit-Monitore sind besser lesbar und besonders energiesparsam • DB investiert rund 4,3 Millionen Euro

Den Fahrgästen am Nürnberger Hauptbahnhof wird es ab sofort noch einfacher gemacht, gut verständliche Informationen für ihre Reise zu erhalten. Vor Kurzem wurde der letzte neue Info-Monitor an der Station in Betrieb genommen. Neben dem Empfangsgebäude sind nun auch die Personenunterführungen vollständig ausgestattet. An allen drei Zugängen vom Empfangsgebäude zu den Gleisen können sich die Reisenden nun an 200 Zoll großen, besonders gut lesbaren Monitoren informieren. Zudem verfügt jeder Auf- und Abgang sowie die Bahnsteige über moderne Anzeiger. Insgesamt installierte die DB 114 neue Monitore im gesamten Bahnhofsbereich und investierte für den XXL-Austausch der Anzeiger rund 4,3 Millionen Euro.

Die modernen Monitore der neuesten Generation bieten viele Vorteile für die Reisenden: Die großzügigen Ultraweit-Displays sorgen für eine deutlich verbesserte Übersichtlichkeit und Lesbarkeit. Dank hoher Auflösung und optimierter Helligkeit sind die Informationen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gut erkennbar. Zudem arbeiten die Geräte besonders energieeffizient.

Die Fahrgäste sehen auf den neuen Monitoren unter anderem die detaillierte Wagenreihung in Echtzeit, die Liniennummern, die Anschlussverkehre sowie die Abfahrtszeiten. Neu ist ein sogenannter Abfahrtsalarm, der den Fahrgästen mit einem Kreissymbol symbolisiert, dass die Abfahrt unmittelbar bevorsteht.

Weitere Infos zum Programm ZugInformationsMonitor (ZIM) finden sie unter https://www.dbinfrago.com/web/bahnhoefe/bahnhofs-und-stadtentwicklung/Bahnhofsprogramme/Programm-ZugInformationsMonitor-ZIM--11143306

Mit dem abgeschlossenen Rollout der Info-Monitore stärkt die DB die Qualität der Fahrgastinformation in Nürnberg weiter. Ziel ist es, Reisenden jederzeit verlässliche, klare und gut sichtbare Informationen für eine angenehme Reise bereitzustellen.

06. Februar 2026, 12:00 Uhr
Nürnberg
DB bündelt bis zum 10. Juli umfangreiches Bauprogramm an der Strecke und an den Bahnhöfen • Fahrgäste bleiben dank eines umfassenden Verkehrskonzepts mobil • Umleitungen im Fern- und Güterverkehr • Ersatzbusse und Kapazitätsverstärkungen für ausfallende Regionalzüge

Die DB InfraGO beginnt mit der Generalsanierung der wichtigen Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, und der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter haben heute Mittag in Neumarkt (Oberpfalz) auf einer der rund 60 Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase in Form einer Vollsperrung beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs werden umgeleitet, für die ausfallenden Regionalzüge sind hochwertige Ersatzbusse im Einsatz, zudem werden im Regionalverkehr auf einer alternativen Bahnverbindung von Nürnberg nach Regensburg die Kapazitäten erhöht. Zeitgleich beginnt auch die Generalsanierung der Bahnstrecke Hagen – Wuppertal – Köln in Nordrhein-Westfalen.

Start der Generalsanierung, Gruppenbild vor Baggern
v.l.n.r.: Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.
Start der Generalsanierung, Gruppenbild vor Baggern
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
v.l.n.r.: Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Mit der Generalsanierung des Bahnkorridors Nürnberg – Regenburg bündeln wir auf einer der wichtigsten Bahnstrecken in Bayern ein ambitioniertes Bauvolumen. Wir erneuern Gleise, Weichen, Leit- und Sicherungstechnik sowie Oberleitung in großem Umfang. Auch die 20 Bahnhöfe entlang der Strecke packen wir an. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen. Für unsere Bauteams und die betroffenen Reisenden werden die kommenden Monate ein Kraftakt. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen! Sie sorgt dafür, dass die Infrastruktur auf unseren hoch belasteten Strecken robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“  

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Heute startet die erste von sieben Korridorsanierung in Bayern. Ich habe mich nach Amtsübergabe sehr für eine Anpassung des Sanierungskonzepts eingesetzt. Denn uns allen ist bewusst, dass die mit den Bauarbeiten einhergehenden Sperrungen den Fahrgästen insbesondere im Nahverkehr, aber auch den Güterverkehrskunden viel Geduld abverlangen. Auch bei den kommenden Sanierungen werden wir die Bedürfnisse der Menschen wieder in den Vordergrund stellen. Das hatte man beim alten Konzept aus dem Auge verloren. Mit den so angepassten Korridorsanierungen insgesamt und dem Start der heutigen Korridorsanierung Nürnberg-Regensburg wird das Schienennetz in Bayern ertüchtigt, um es pünktlicher und zuverlässiger zu machen. Damit der Schienenverkehr den Erwartungen, die die Menschen in unserem Land zurecht an die öffentliche Infrastruktur haben, wieder mehr entspricht.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Fahrgäste, Unternehmen und Politik wünschen sich auch in Bayern eine zuverlässigere, modernere und leistungsfähigere Bahn. Mit dem größten Sanierungsprojekt in der jüngeren bayerischen Eisenbahngeschichte starten jetzt auch im Freistaat die Korridorsanierungen. Das ist ein Lackmustest für die weiteren folgenden Großsperrungen der DB dieser Art. Bauarbeiten dieser Dimension sind für alle Beteiligten und Betroffenen maximal herausfordernd. Es muss alles darangesetzt werden, die Belastungen sowohl für die Fahrgäste als auch die Anwohner und die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten.“

Hohes Bauvolumen auf der Strecke Nürnberg – Regensburg

Die rund 88 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg gehört mit über 350 Zügen täglich zu den verkehrsreichsten Strecken in Bayern. Die Strecke ist ein wichtiger Bestandteil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau und ist gleichzeitig ein überaus wichtiger Baustein der Bahnverkehre von und nach Österreich. Die Strecke gilt als hochbelastet, die Infrastruktur ist teilweise veraltet und sehr störanfällig. Während der Sanierung werden die pünktlichkeitsrelevanten Gewerke wie Gleise und Oberleitungen umfangreich erneuert. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die Bahnstrecke langfristig widerstandsfähiger und stabiler zu machen. Störungen und Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.

Dafür setzt die DB InfraGO zwischen Nürnberg und Regensburg – nach Abschluss aller Detailplanungen – auf die Erneuerung oder umfassende Instandhaltung von 96 Kilometern Gleise, 74 Weichen und 81 Kilometern Oberleitung inklusive Fahrdraht, Maste, Gründungen und Verstärkerleitung. Für mehr Flexibilität bei Störungen auf der Strecke entstehen zwei zusätzliche Weichenverbindungen (Überleitstellen), eine weitere wird baulich vorbereitet. Hinzu kommt die Sanierung der Bahndämme bei Deining und Pölling sowie einer Brücke bei Burgthann. Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert und der Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Die Innenanlagen von acht Stellwerken werden dafür erneuert. Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste von attraktiveren Stationen. Die DB modernisiert alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard. Der barrierefreie Ausbau steht dabei im Fokus.

Infografik
Infografik
Quelle: DB InfraGO

Umfangreiches Busangebot und Umleitungen im Fern- und Güterverkehr

Während der Bauarbeiten vom 6. Februar (21 Uhr) bis 10. Juli ist auf der Strecke kein Zugverkehr möglich. Die Fahrgäste bleiben aber dank eines umfassenden Verkehrskonzepts, das die DB InfraGO gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und den Eisenbahnverkehrsunternehmen vor Ort erarbeitet hat, mobil. Der Ersatzverkehr umfasst den Korridor zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Regensburg Hauptbahnhof sowie die Umleiterstrecken Neustadt (Donau) – Regensburg und Landshut – Plattling. Die S-Bahn-Linie S2 von Altdorf nach Nürnberg über Feucht ist von der Sperrung nicht betroffen. Lediglich an Wochenenden nachts fahren auch hier Ersatzbusse.

Für den Nahverkehr ergeben sich umfangreiche Änderungen auf den Linien S3, RE 22, RE 50 und RB 51 zwischen Nürnberg und Regensburg, außerdem auf den Linien RB 17/RE 18 und RE 3. Die Linien werden jeweils mit Ersatzbussen bedient. Zur Hauptverkehrszeit werden Verstärkerbusse eingesetzt. Als Ersatz für Züge im Nahverkehr kommen entlang der gesamten Strecke Nürnberg – Regensburg sowie auf den angrenzenden Umleiterstrecken in Spitzenzeiten über 90 Busse zum Einsatz. Diese verkehren auf acht Linien und legen täglich über 45.000 Kilometer zurück. Der zwischen Nürnberg und Regensburg via Schwandorf verkehrende RE 40 wird verstärkt, ebenso die im Zweistundentakt verbleibenden Züge auf den Linien RB 17 und RE 3. Die genauen An- und Abfahrtszeiten der Züge und Busse sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen.

Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den im Nahverkehr zuständigen Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die über WLAN und digitale Anzeiger für Echtzeitinformationen sowie zum Teil über Toiletten an Bord verfügen. 

Im Fernverkehr wird bis 13. Juni ein Teil der ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt und die Donautalbahn umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine Stunde. Zusätzlich wird eine ICE-Fahrt je Tag und Richtung von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien fahren. Für Reisen zwischen Deutschland und Österreich stehen weiterhin auch die zweistündlichen Züge zwischen München und Wien via Salzburg zur Verfügung. In Regensburg, Passau und Plattling ist das Fernverkehrsangebot in dieser Phase reduziert, in Straubing können keine Fernzüge halten. Ab 14. Juni gibt es wegen des Starts der Generalsanierung Regensburg – Passau weitere Einschränkungen im Fernverkehr zwischen Nürnberg, Regensburg, Passau und Wien. Die Fahrpläne im Fernverkehr sind bereits angepasst.

Hinweis für Redaktionen:

05. Februar 2026, 10:15 Uhr
München
Interimsstation entsteht am südlichen Bahnhofsausgang • Leistungsfähiger Betrieb des Hauptbahnhofs während der nächsten Bauschritte • Weitere Bau-Highlights 2026: Baubeginn für die U9 • Tunnelbau des Großprojekts geht in neue Phase

Die DB InfraGO hat heute den Baufahrplan 2026 für die 2. Stammstrecke vorgestellt. Demnach rückt der Münchner Hauptbahnhof als zentraler Bau- und Verkehrsknotenpunkt in den Fokus. Ab März 2026 beginnt am südlichen Bahnhofsausgang der Bau eines fünfgeschossigen Gebäudes, das ab Mitte 2027 und für die nächsten zehn Jahre zentrale Funktionen des Hauptbahnhofs übernimmt – darunter das Reisezentrum, Schließfächer, das Fundbüro sowie weitere Service- und Betriebsbereiche. Die DB investiert rund 20 Millionen Euro in den Bau.

„Der Interimsbahnhof ist der Schlüssel für alles, was jetzt folgt. Er ist ein vollwertiges Bahnhofsgebäude auf Zeit und hält den Betrieb stabil, während wir den neuen Hauptbahnhof und die 2. Stammstrecke weiterbauen“, sagt Gesamtprojektleiter Kai Kruschinski. 

Interimsbahnhof
Interimsbahnhof
Quelle: DB InfraGO
Interimsbahnhof - Quelle DB InfraGO

Weitere Arbeiten am Hauptbahnhof beinhalten den Abbruch des nördlichen Randbaus des Starnberger Flügelbahnhofs. Zudem wird die bisherige Baugrube am Zentralen Abgang nach Westen erweitert. Dort entsteht das Vorhaltebauwerk für die künftige U-Bahn-Linie U9, die das bestehende U-Bahn-Netz entlasten soll.

Am Hauptbahnhof und am Marienhof entstehen in mehr als 40 Metern Tiefe die künftig tiefsten Stationen Deutschlands. Am Marienhof wurde der tiefste Punkt der Baugrube bereits erreicht. 2026 startet der Bau der endgültigen Station mit den Innenwänden beginnend auf der Bahnsteigebene. Im Spätsommer dieses Jahres wird auch am Hauptbahnhof die maximale Aushubtiefe von 45 Meter erreicht. Anschließend erfolgt auch hier der Stationsausbau von unten nach oben.

Eine neue Phase erreicht das Großprojekt auch beim Tunnelbau. Ab September kommt erstmals eine der großen Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz. Sie bohrt den Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen Donnersbergerbrücke und Marienhof. Die 178 Meter lange und 700 Tonnen schwere Bohrmaschine wird derzeit bei der Herrenknecht AG in Schwanau gefertigt. Ab Juni wird sie nach München geliefert und am Tunnelportal an der Donnersbergerbrücke aufgebaut. Der maschinelle Vortrieb beginnt im Herbst. Die Maschine liefert wichtige Erkenntnisse zum Baugrund und bereitet so den späteren Bau der beiden Verkehrstunnel optimal vor. Deren Vortrieb ist ab 2028 geplant.

Auch entlang der Strecke gehen die Arbeiten voran. In Laim geht Gleis 2 mit einer neuen Bahnsteigkante in Betrieb. Am Ostbahnhof starten Spezialtiefbauarbeiten für die neue unterirdische Station sowie die Arbeiten für den Ausgangspunkt der vom Osten startenden Tunnelbohrmaschinen. Zudem ist der Baubeginn der Querung an der Berg-am-Laim-Straße vorgesehen.

Mit der 2. Stammstrecke stärken DB, Bund, Freistaat und die Landeshauptstadt München den öffentlichen Nahverkehr. Das Projekt erhöht die Kapazität der S-Bahn, verbessert die Betriebsstabilität und schafft Raum für weiteres Wachstum. Die Inbetriebnahme ist derzeit für den Zeitraum zwischen 2035 und 2037 geplant.

29. Januar 2026, 12:00 Uhr
München
Im Münchner Werk Steinhausen wird ein Zug via 5G aus der Distanz gesteuert • Deutschlandweit großes Potenzial für schnellere Abläufe bei Rangierfahrten und für stabileren Betrieb • Rollout abhängig von Finanzierung

Erstmals rangiert auf dem Werksgelände in München-Steinhausen eine ferngesteuerte S-Bahn. Der Lokführer bewegt sie von einem Bedienplatz im Gebäude aus. Im Betrieb kann diese Innovation Laufwege ersparen und die Abläufe im Rangierbetrieb beschleunigen. So könnten Fahrzeuge schneller wieder in den Einsatz für Fahrgäste gehen und zu einem verlässlichen Betrieb beitragen.

Die Tests mit einem umgerüsteten Fahrzeug der Baureihe 423 liefern wichtige Grundlagen und Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der Technik, für die Zulassung und die Anwendung von Remote Train Operation (RTO) im alltäglichen Rangierbetrieb. Das mögliche Anwendungsfeld ist groß: Deutschlandweit sind rund 400 S-Bahnen der Baureihe 423 im Einsatz und der technische Ansatz wäre auf weitere Baureihen übertragbar.

Die DB hat für die Ausrüstung des Testfahrzeugs mit innovativer Technik des Zugherstellers Alstom und für den führerstandsähnlichen Bedienplatz rund eine Million Euro investiert. Dabei entstand für die notwendige Datenübertragung in Echtzeit außerdem ein eigenes 5G-Campus-Netz.

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen: DB-Konzernbevollmächtigter und S-Bahn-Chef Heiko Büttner, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und DB-Konzernvorstand Regionalverkehr Harmen van Zijderveld

Harmen van Zijderveld, DB-Konzernvorstand Regionalverkehr: „Züge per Fernsteuerung zu rangieren, kann unsere Mitarbeitenden entlasten und die Abläufe in unseren Werken erheblich beschleunigen. In nur vier Monaten haben wir das Testsystem auf die Schiene gebracht: vom lokalen 5G‑Netz bis zum Bedienplatz und der Technik im Zug. Damit beweisen wir, dass technische Innovationen auch mit bestehenden Fahrzeugen realisierbar sind.“

Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Innovationen wie die ferngesteuerte S-Bahn zeigen, wie Digitalisierung den Bahnverkehr leistungsfähiger und zuverlässiger machen kann. Ich freue mich über das Engagement der S-Bahn München – das geht Hand in Hand mit dem Einsatz des Freistaats für den bayerischen Schienenverkehr. Durch den Test werden hier in München wichtige Grundlagen gelegt und wertvolle Erkenntnisse für einen möglichen Rollout in der Zukunft gewonnen. Mit dieser erstmals in Bayern zum Einsatz kommenden Technologie könnten in Zukunft viele Rangierarbeiten von einem zentralen Arbeitsplatz effizient durchgeführt werden.“

Aymeric Sarrazin, President Digital & Integrated Systems, Alstom: „Diese Technologie bringt den Führerstand zum Betreiber in der Leitzentrale und vereinfacht jede einzelne Bewegung im Depot. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und ihr Vertrauen, diesen ersten Testeinsatz mit uns umzusetzen.“

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen.

Auf dem Werksgelände in München Steinhausen zählt die S-Bahn täglich rund 350 Rangierbewegungen: Die Fahrzeuge werden zur Reinigung oder in die Werkshalle rangiert und für den Betrieb bereitgestellt. Diese Fahrten könnten künftig über 5G-Verbindungen aus der Ferne gesteuert werden. In Güterbahnhöfen steuern Rangierlokführer:innen Grundfunktionen ihrer Loks schon heute per Funk, während sie selbst an der Spitze eines geschobenen Zuges stehen.

Der Testbetrieb in Steinhausen setzt mit einer umfassenden 5G-basierten Steuerung aus größerer Distanz jetzt aber neue Maßstäbe in Deutschland. Das Fahrzeug lässt sich aus der Ferne nicht nur bewegen, die Mitarbeitenden können auch Türen schließen, die Beleuchtung einschalten oder Warnsignale abgeben. Große Displays zeigen am originalgetreuen Steuerpult Livebilder der Fahrt, während der Zug draußen komplett ferngesteuert fährt. Zusätzlich ist im Rahmen des Testbetriebs eine ortsunabhängige Steuerung per Tablet möglich.

Ob und wann RTO ausgerollt wird, hängt nun von der Finanzierung und eventuellen Fördermitteln für die weitere Entwicklung und Zulassung der Technik ab. Die für RTO benötigten Komponenten sind schon heute auf dem Markt verfügbar, eine Nachrüstung wäre technisch relativ schnell möglich: Finanzierung und Zulassung vorausgesetzt könnte der Rollout in München schon 2028 beginnen – noch vor der Digitalisierung der Infrastruktur.

Das Remote Operation Center ( © ALSTOM SA 2026. Alle Rechte vorbehalten I Flexi Desk I Advanced & Creative Design | ALSTOM™)

Fotos der Demonstration sind in der DB Mediathek abrufbar: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8609596