Artikel: Müngstener Brücke: Suizidprävention mit Radaranlage am Gleis
Die Deutsche Bahn sichert die Müngstener Brücke mit einer neuartigen Radaranlage vor dem Zutritt Unbefugter und setzt dabei ein innovatives Konzept zur Suizidprävention um. Mit einer Lichtschranke, die beim Betreten der Anlage die Polizei verständigt, sowie Hinweisschildern für das Angebot der Telefonseelsorge begegnet die DB damit der zunehmenden Zahl der Suizide von der Müngstener Brücke.
Eine radarüberwachte Lichtschrankenanlage meldet Annäherungen an die Brücke direkt an die Notfallleitstelle der DB, verbunden mit Aufforderungen über Lautsprecher, den Gleisbereich zu verlassen. Die Notfallleitstelle verständigt bei Eingang der Bewegungsmeldung unmittelbar die Polizei.
Zusätzlich aufgestellte Schilder sollen im Fall einer Suizidabsicht auf das Hilfsangebot der Telefonseelsorge aufmerksam machen. Diese Maßnahme wurde unter Einbeziehung des Werner-Felber-Instituts für Suizidprävention und interdisziplinäre Forschung im Gesundheitswesen, des Polizeipräsidiums Wuppertal und der Telefonseelsorge entwickelt.
Hinweis an Medienvertreter: Bei Veröffentlichung von Pressetexten zur Suizidprävention wird der Abdruck der folgenden Triggerwarnung empfohlen:
Sollten Sie selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, suchen Sie sich bitte umgehend Hilfe. Bei der anonymen Telefonseelsorge finden Sie rund um die Uhr Ansprechpartner.Telefonnummern der Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222www.telefonseelsorge.deTelefonberatung für Kinder und Jugendliche: 116 111www.nummergegenkummer.de