Artikel: ICE L als rollender Botschafter für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Premiere für den ICE L: Erstmals wurde ein Zug der jüngsten ICE-Generation getauft – auf den Namen „Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.“ An der Taufzeremonie im Bahnhof Westerland anlässlich der offiziellen Betriebsaufnahme mit dem ICE L zwischen Sylt und Hamburg nahmen die DB-Konzernbevollmächtigte Ute Plambeck, Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen und Nationalparkleiterin Franziska Junge teil. Der Zug wurde stilecht mit Nordseewasser getauft.
Ute Plambeck, DB-Konzernbevollmächtigte für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein: „Die heutige Taufe steht symbolisch für die Verbindung von hohem Reisekomfort und Naturschutz. Das Wattenmeer ist Weltnaturerbe, ein einzigartiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und Sinnbild für unberührte Natur – und als Fahrtziel Natur-Gebiet künftig noch besser mit dem ICE L erreichbar. Unser neuester Zug bietet mit dem stufenlosen Einstieg, dem neuen Innendesign, viel Platz für Familien und verbessertem Mobilfunkempfang zahlreiche spürbare Verbesserungen für unsere Fahrgäste.“
Claus Ruhe Madsen, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein: „Von diesem neuen Zug profitieren nicht nur Sylt-Gäste, sondern auch die Urlauber in Büsum, Bad St. Peter-Ording und auf den anderen nordfriesischen Inseln. Die direkte Kurswagenanbindung des Fährhafens Dagebüll ist dadurch zwar weggefallen, doch dafür haben wir zwischen Niebüll und Dagebüll einen optimalen Pendelverkehr bestellt, so dass in Niebüll zu jedem ICE ein Anschlusszug nach Dagebüll bereitstehen wird.“
Franziska Junge, Leiterin des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: „Die Zugtaufe auf den Namen ‚Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer‘ ist für uns eine besondere Würdigung dieses einzigartigen Naturraums, den wir seit 40 Jahren schützen. Unser Wattenmeer ist ein Hotspot der Biodiversität und zugleich ein sensibles Ökosystem, das durch Klimawandel und Nutzungen unter Druck steht. Umso wichtiger ist es, dass wir auf klimafreundliche Mobilität setzen, um Naturerlebnisse umweltschonend zu ermöglichen.“
Am 1. Mai ist der reguläre Betrieb zwischen Westerland und Hamburg mit zwei Zugpaaren (Hin- und Rückfahrt) gestartet. Am 14. Juni wird es wieder die Direktverbindung Westerland–Berlin mit dem ICE L geben. Am 11. Juli folgt der Einsatz auf weiteren touristischen Verbindungen von Frankfurt (Main) über Gießen sowie von Köln über Münster nach Westerland.
Hoher Fahrgastkomfort
Neben dem stufenlosen Einstieg verfügt der ICE L über zahlreiche Ausstattungsmerkmale für verbesserten Reisekomfort:
- Das neue Innenraumdesign mit neuen Farben und Materialien sorgt zusammen mit den kürzeren Wagen im ICE L für ein angenehmes, wohnliches Raumgefühl. Hinzu kommt eine tageszeitabhängige Lichtsteuerung. Außerdem gibt es viel Platz für Gepäck.
- Die 562 Sitze des Zuges sind eine echte Neuentwicklung, bei der mehr als 1.600 Testpersonen involviert waren. Die Sitze verfügen an allen Plätzen über Steckdosen sowie bei den Reihensitzen über Klapptische und Tablethalter.
- Die Fensterscheiben des ICE L lassen Mobilfunksignale direkt und ohne Umwege über Repeater in das Wageninnere. Diese Technologie sorgt für deutlich verbesserten Mobilfunkempfang im Zug.
- Neue Reservierungsanzeigen mit farbigen LED-Leuchten informieren auf einen Blick über reservierte und freie Sitzplätze.
- Für Reisende im Rollstuhl bietet der ICE L zusätzlich zum stufenlosen Einstieg eine breitere Tür sowie elektrisch höhenverstellbare Tische an den Rollstuhlplätzen.
- Familienfreundlichkeit wird beim ICE L ebenfalls großgeschrieben. Mit 46 Plätzen bietet der Zug den größten Familienbereich in der gesamten ICE-Flotte. Hinzu kommen neun Plätze im Kleinkindabteil und damit so viele wie in keinem anderen ICE.
Über den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Die Naturlandschaft Wattenmeer ist weltweit außergewöhnlich und einzigartig in ihrer Dynamik und Ursprünglichkeit, in ihrem Reichtum an Lebensräumen, Tieren und Pflanzen. Der Schutz der Natur und ihrer natürlichen Prozesse ist das zentrale Ziel des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Hier gilt: Natur Natur sein lassen.
Von Beginn an, seit 2001, ist der Nationalpark Mitglied in der von BUND, NABU, VCD und DB getragenen Kooperation Fahrtziel Natur und engagiert sich für Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung. Die Nationalparkverwaltung und ihre Partner schaffen und unterstützen attraktive Angebote für Gäste, die die Region mit Bus, Bahn und Schiff umweltbewusst und klimafreundlich entdecken möchten.
Aktuelle Fotos von der Taufe finden Sie in unserer Mediathek.Bildmaterial vom ICE L steht zum Download ebenfalls in unserer Mediathek zur Verfügung.